HITZE: Kurzstunden vom 22.-26. Juni 2026

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Kolleginnen und Kollegen,
aufgrund der immer noch sehr stark aufgeheizten Klassenräume und den Wettervorhersagen haben wir uns dazu entschlossen, in der kommenden Woche den Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler früher zu beenden.

 

Unterrichtszeiten:

B wie Berliner Untwerwelten, Berghain, Brandenburger Tor und Bundestag

Die Berlinfahrt der 10. Klasse 2026

 

Nachdem wir am Montagabend angekommen waren, machten wir einen Welcome Walk durch Berlin. Auf dem Weg sahen wir das Brandenburger Tor, den Bundestag und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zweiten Weltkrieg. Am Dienstagmorgen hatten wir eine Führung an der East Side Gallery. Die Tourguides erklärten uns die Geschichte der Berliner Mauer und zeigten uns die Bilder der East Side Gallery. Nach etwas Freizeit machten wir eine Tour durch die Berliner Unterwelten. Abends gingen wir in die Disco Matrix. Am Mittwoch waren wir im Bundestag und hatten anschließend ein Gespräch mit Thomas Gebhardt. Unser Abendprogramm bestand aus einem Besuch des Dark Matter Museums. An unserem letzten Tag besuchten wir das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Dort wurde uns im Rahmen einer Führung die Geschichte der Stasi und des Gefängnisses erklärt. Nachmittags fuhren wir mit dem ICE wieder zurück nach Karlsruhe.

 

Wir haben viele neue Eindrücke gesammelt und hatten eine schöne Zeit in Berlin.

 

Geschrieben von Helena Würtenberger, Milena Becker und Smilla Burg

Zwei Highlights während der Studienfahrt des Stammkurses Physik in MSS 12

ITER: Sonnenenergie auf der Erde

Auf dem Rückweg unserer Kursfahrt vom 18.05.-23.05.2026 machte unser Physik-Leistungskurs der Klasse 12 am 22.05. einen außergewöhnlichen Halt: Wir besuchten das Forschungszentrum von ITER – dem größten Kernfusionsreaktor der Welt – im südfranzösischen Cadarache.

Ankunft und Sicherheitseinweisung
Gegen 11 Uhr trafen wir auf dem weitläufigen ITER-Gelände ein. Noch bevor wir einen Schritt auf das eigentliche Forschungsgelände setzen durften, wurden wir mit Schutzkleidung ausgestattet – Warnwesten, Helme und festes Schuhwerk. Erst nach dieser Einweisung öffneten sich die Tore zu einem der ambitioniertesten Wissenschaftsprojekte der Menschheitsgeschichte.
Schon diese ersten Minuten machten deutlich: Hier ist man nicht Tourist, sondern Gast in einem aktiven Forschungszentrum, auf dem täglich Tausende von Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftlern aus aller Welt arbeiten.

Was ist ITER überhaupt?
In einer Präsentation erhielten wir zunächst einen kompakten Überblick über das Projekt. ITER – lateinisch für „Weg“ oder „Reise“ – ist ein internationaler Versuchsreaktor, der die Kernfusion als Energiequelle nutzbar machen soll. Die Idee dahinter: dieselbe Energie, die in der Sonne brennt, auch auf der Erde zu kontrollieren. Bei der Kernfusion verschmelzen leichte Atomkerne – im Fall von ITER Deuterium und Tritium – zu Helium. Dabei wird enorme Energie freigesetzt, ganz ohne COz-Ausstoß und ohne das Risiko einer unkontrollierten Kettenreaktion. Die Fusion stoppt automatisch, wenn die Bedingungen nicht stimmen. Damit Fusion stattfinden kann, muss das Plasma auf über 150 Millionen Grad Celsius erhitzt werden – zehnmal heißer als das Innere der Sonne. Um es von den Reaktorwänden fernzuhalten, wird es durch gigantische Magnetfelder in der Schwebe gehalten. Dieses Prinzip nennt sich Tokamak.

Busrundfahrt über das Gelände

Nach der Einführung stiegen wir in einen Bus und fuhren über das weitläufig ITER-Areal. Was uns dabei am meisten beeindruckte: die schiere Größe des Projekts.
Gebäude für Gebäude wurde uns erklärt, was dort entsteht oder bereits fertiggestellt ist – Montagehallen, Kühlsysteme, Transformatoranlagen und natürlich das zentrale Tokamak-Gebäude, in dem eines Tages der Reaktor seinen Betrieb aufnehmen wird.
Besonders beeindruckend war der Hinweis, dass ITER das größte supraleitende Magnetsystem der Welt beherbergen wird. Die Magnetspulen müssen auf etwa -269 °C gekühlt werden – also nahe dem absoluten Nullpunkt – während wenige Meter entfernt das Plasma auf über 150 Millionen Grad erhitzt wird.
An einem einzigen Ort vereinen sich damit die heißeste und eine der kältesten Umgebungen, die jemals technisch realisiert wurden.

Besuch der Assembly Hall
Der absolute Höhepunkt der Führung war der Besuch der Assembly Hall – der riesigen Montagehalle, in der die einzelnen Komponenten des Reaktors zusammengebaut werden. Dort durften wir das noch im Aufbau befindliche Vakuumgefäß mit eigenen Augen sehen.
Das Vakuumgefäß allein hat einen Außendurchmesser von 19 Metern, ist 11 Meter hoch und wiegt rund 9.000 Tonnen. Es ist das Herzstück des Reaktors: Es schützt das Plasma vor Verunreinigungen – und die Außenwelt vor dem, was darin geschieht.

In der Assembly Hall: Man erkennt die Größendimensionen an dem riesigen gebogenen Magneten rechts im Hintergrund

Was wir mitgenommen haben
Die gut zwei bis drei Stunden auf dem ITER-Gelände haben unseren Physikunterricht auf eine Art lebendig gemacht, die kein Schulbuch ersetzen kann.
Konzepte wie Plasmaphysik, supraleitende Magnete oder der Energieverstärkungsfaktor Q sind plötzlich keine abstrakten Formeln mehr, sondern Teil eines realen, laufenden Projekts – und einer Hoffnung für die Energieversorgung der Zukunft.
ITER ist kein Kraftwerk und wird nie Strom ins Netz einspeisen. Es ist ein Experiment – aber das vielleicht wichtigste Experiment unserer Zeit.
Wenn es gelingt, einen Q-Faktor von mindestens 10 zu erreichen, also zehnmal mehr Energie aus der Fusion herauszuholen als hineingesteckt wird, wäre der Weg für kommerzielle Fusionskraftwerke geebnet.

Mia Reviol

CERN – Die Entstehung des Universums und der Zeit

„Die Zeit selbst muss zum Stillstand kommen. Man kann nicht zu einem Zeitpunkt vor dem Urknall gelangen, denn es gab keine Zeit vor dem Urknall. Wir haben endlich etwas gefunden, das keine Ursache hat, weil es keine Zeit gab, in der eine Ursache hätte existieren können.“, Stephen Hawking

Für uns Menschen vergeht Zeit konstant schnell. Doch manchmal meinen wir zu glauben, dass sie vielleicht teilweise schneller vergeht. Zu oft vergehen die schönen Momente im Leben viel zu schnell. In der Zeit vom 18.5.2026 bis zum 23.5.2026 stand schon die abschließende Kursfahrt der MSS 12 an. Für den Großteil unserer Stufe heißt das: Viva L’Italia!
Der Stammkurs Physik von Herrn Hust entschied sich jedoch für die Besichtigung eines der wohl interessantesten Forschungsprojekten der Welt: dem Large Hadron Collider im CERN. Hier wird geforscht. Geforscht an der Entstehung unseres Universums. Geforscht am Aufbau von Materie. Geforscht an dem, was unsere Welt und das Universum tief im Inneren zusammenhält.

Das Forschungszentrum CERN (le Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) liegt an der französisch-schweizerischen Grenze nahezu Genf und ist das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenphysik: Hier forschen Physiker an den fundamentalen Gesetzen des Universums, am Aufbau von Materie und den Bedingungen, die nur kurze Zeit nach dem Urknall herrschten.

Am Samstag, dem 23.05.2026 war es so weit: Um 11Uhr ist die Führung im CERN angesetzt. Begleitet von einem jungen Physiker, der zurzeit seine Doktorarbeit am CERN schreibt und unsere Führung leitet sowie der ehemaligen Mitschülerin von Herrn Hust, Frau Blumenschein, beginnt unsere Führung im Besucherzentrum. Frau Blumenschein ist Teilchenphysikerin und Professorin in England, in ihren Semesterferien arbeitet sie zusammen mit anderen Forschern am CERN und hat eine leitende Position im Kontrollzentrum.
Ausgehend vom Besucherzentrum gingen wir zunächst zum Synchro-Zyklotron (SC), welches bereits 1957 für 33 Jahre in Betrieb genommen wurde: Hier erwartete uns ein Museum mitten im Zentrum des Beschleunigers, der Ionen auf Energien bis zu 600MeV brachte. Ein Film mit Interviews von mehreren Forscher-Generationen sowie eine auf das Zyklotron abgestimmte Lichtershow verdeutlichten die Funktion des ersten CERN-Beschleunigers. Verfilmte Interviews von bereits älteren Wissenschaftlern zeigen, dass hier Forscher nicht nur arbeiten, sie leben für ihren Beruf. Während der Besichtigung hatten wir immer die Möglichkeit, Frau Blumenschein Fragen zu stellen: Wie so oft in der Wissenschaft fragt man sich manchmal, wie man von einem zum anderen Thema kommt, jedenfalls erzählte uns Frau Blumenschein etwas Interessantes über Myonen. Es handelt sich hierbei um Teilchen, die in der oberen Erdatmosphäre entstehen, wenn energiereiche kosmische Strahlung auf Luftmoleküle trifft. Myonen zerfallen nach Bruchteilen von Sekunden, dennoch erreichen viele von ihnen den Erdboden.

Als wir das Synchro-Zyklotron verlassen haben, ging es weiter nach draußen: Uns erwartet das Herzstück, an dem aktuelle Forschung betrieben wird: der Large Hadron Collider oder kurz LHC. Eine Besichtigung des LHC-Beschleunigers war aufgrund von Strahlung während des Betriebs leider nicht möglich, jedoch informierte uns Frau Blumenschein darüber, dass im Juli 2026 ein Umbau des Beschleunigers ansteht und somit Besichtigungen sogar im Beschleuniger selbst stattfinden können. Für uns hieß das zunächst: Zuhören und so viel es geht verstehen. Tatsächlich kann Physik in Worten manchmal sehr komplex werden. Unser Führungs-Leiter zeigte uns zunächst einen Teil des Beschleunigers, der im Freien auf dem Gelände ausgestellt war und erklärte dabei viele Bestandteile des Prozesses. Die Führung ähnelte somit viel mehr einer Besichtigung als einem Referat, da wir gegenseitig Fragen gestellt haben und des Öfteren relevante Elemente für das Verständnis wiederholt wurden.

Aber was passiert eigentlich im CERN? Der Large Hadron Collider (LHC). Um die Bedingungen kurze Zeit nach dem Urknall herzustellen, nutzen Forscher riesige, unterirdische Teilchenbeschleuniger, wie den Large Hadron Collider (LHC). Hierbei werden subatomare Teilchen, meist Protonen, auf Geschwindigkeiten nahezu der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und kontrolliert zum Zusammenstoß gebracht. Der Large Hadron Collider als der größte Teilchenbeschleuniger der Welt liegt 100 Meter unterirdisch und besitzt einen Umfang von 27 Kilometern: rund 11.000-mal umkreisen Protonen pro Sekunde den Collider. Wie dies auch bei Kernfusion der Fall ist, gewinnt man durch die Ionisierung von Wasserstoffatomen Protonen, die durch Vorbeschleuniger auf immer höhere Energien gebracht werden, bevor sie schließlich in den LHC eingespeist werden. Im LHC selbst fliegen Protonen dann durch zwei gegenläufige Vakuumröhren und werden durch starke elektrische Wechselfelder vorangetrieben. Um die Teilchen dauerhaft auf einer Kreisbahn zu halten, werden tausende supraleitende Magnete verwendet, die die Trägheitskräfte der Teilchen in den Kurven überwinden. Um überhaupt supraleitende Magnete zu erhalten, die somit keinen elektrischen Widerstand aufweisen sollen, werden diese mit flüssigem Helium auf bis zu -271°C heruntergekühlt. Es handelt sich also um ein Vakuum, welches sogar kälter als das des Weltalls ist!
Kommt es zum Zusammenstoß, so werden die beiden gegenläufige Teilchenstrahlen an bestimmten Punkten frontal aufeinander gerichtet: Beim sogenannten „Mini-Urknall“ entstehen Temperaturen, die bis zu 100.000-mal heißer als das Innere der Sonne sind: Gemäß Einsteins Formel E=mc² wandelt sich die Energie der Teilchen in neue, schwere und kurzlebige Teilchen um. Hier beginnt die Forschung an der Entstehung des Universums und der Elemente.
Da Frau Blumenschein vor allem im Bereich von Datenanalyse und Messverfahren tätig ist, hat sie uns während der Führung immer wieder zusätzliche Informationen erzählt:
Um Messdaten bei der Kollision sowie eine Datenanalyse vorzunehmen, befinden sich an den Schnittpunkten riesige Detektoren. Frau Blumenschein erklärte uns, dass diese wie dreidimensionale Hochgeschwindigkeitskameras funktionieren, die die Spuren von neuentstandenen Teilchen millimetergenau aufzeichnen.
Da nun bereits ein grober Überblick über den Beschleuniger sowie Wissen über die Funktion und den Zweck vorhanden waren, gingen wir zusammen in das Messzentrum. Hier erwartete uns zunächst einmal Schatten und eine kühlere Lufttemperatur. Nach einer kurzen Pause sahen wir uns dann zusammen einen Film an, der die Führung nochmals veranschaulicht zusammenfasste. Hauptthema war die Funktion und das Innere des Beschleunigers sowie die Konstruktion der immensen Bauteile, bei der die Dicke weniger menschlicher Haare entscheidend sein kann.
Im letzten Teil der Führung erwartete uns das Kontrollzentrum: Von hier aus wird alles überwacht und gesteuert. Ein Raum voller Bildschirme und Messdaten ist das Herzstück der komplexesten Maschine, die die Menschheit, bis jetzt, je gebaut hat.

Dass sich hier Forscher intensiv mit den Einzelheiten auseinandersetzen und oftmals geniale Denkfortschritte erzielen, zeigt die Entdeckung des Higgs-Bosons im Jahre 2012, was zum besonderen Teil unserer Führung wurde: bereits 1964 theoretisch vorhergesagt, wurde das Higgs-Boson 2012 im Large Hadron Collider experimentell nachgewiesen. Dies bedeutete einen Meilenstein für die Wissenschaft, da das Higgs-Boson die letzte fehlende Komponente des Standartmodells der Teilchenphysik bestätigte: Eng verbunden mit dem Higgs-Feld, wäre die Existenz von Materie, wie wir sie kennen, nicht möglich. Diese Entdeckung war das Ergebnis nach jahrzehntelanger Forschung und internationaler Zusammenarbeit tausender Physikerinnen und Physiker. 2013 erhielten Francois Englert und Peter Higgs den Nobelpreis Physik für die theoretische Entwicklung des Higgs-Mechanismus. Die Entdeckung des Higgs-Bosons war der Beginn einer neuen Ära in der Physik, noch lange nicht das Ende.

Als Verabschiedung versammelten wir uns draußen als Gruppe und diskutierten abschließend über alles, was uns noch einfiel. Eine ganze Menge, wie wir feststellten. Um die interessantesten Fakten zu CERN zu behalten, stellte uns unser Leiter ein paar Schätzfragen. Im Vordergrund standen hierbei die supraleitenden Magneten des Large Hadron Colliders: Um die Teilchen in einer stabilen Kreisbahn zu halten, benötigt man ein dauerhaft konstantes Magnetfeld, ansonsten ist eine Kollision nicht möglich. Demnach müssen die Magneten auf 1,9Kelvin (-271°C) heruntergekühlt werden, wobei sie sich pro Meter um 3 Millimeter zusammenziehen. Für den Large Hadron Collider mit einem Umfang von 27km bedeutet das demnach eine negative Ausdehnung von 80 Metern! Des Weiteren muss die dafür benötigte Zeit berücksichtigt werden, um kleinste Risse im Material zu vermeiden: rund sechs Wochen dauert ein solcher Ausdehnungsprozess, bei dem der Magnet langsam aufgetaut oder heruntergekühlt wird.

Zurück am Besucherzentrum erzählte uns Frau Blumenschein abschließend von ihrem Beruf und ihrer Arbeit am CERN. Es stellte sich raus, dass die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Forschung einen deutlich höheren Stellenwert hat, als zunächst erwartet: Am CERN arbeiten Menschen, die konkret auf die Anwendung und Verbesserung von Künstlicher Intelligenz spezialisiert sind. Vor allem für das Selektieren von Daten sowie für das Erkennen von Mustern im Datenpool wird KI eingesetzt. Hierbei betonte Frau Blumenschein besonders das Suchen nach unbestimmten Mustern: Oftmals haben Forscher ein konkretes Ziel und setzen voraus, was sie finden wollen, KI jedoch bietet einen völlig neuen Blickwinkel auf die Daten und Ergebnisse.

Die Führung war zu Ende und unsere Gruppe teilte sich in zwei Teile auf: Als nun kleinere Gruppe waren wir noch mit Herrn Hust und Frau Blumenschein im unzugänglicheren Bereich des Forschungszentrums unterwegs. Zunächst durften wir im Mitarbeiter-Restaurant mit Frau Blumenschein zu Mittag essen. Mit Blick auf den Mont Blanc kam es noch zu interessanten, unerwarteten Gesprächen: Dabei hatte Frau Blumenschein kaum Zeit, zu Mittag zu essen. Immer wieder kommt es zu neuen Erkenntnissen in der Wissenschaft und es lassen sich Verbindungen herstellen, die man nur findet, wenn man mit breitem und zugleich spezifischem Blick an die Dinge herangeht. Was nun der Mensch und die Künstliche Intelligenz für die Wissenschaft bedeuten, ist ein umstrittenes Thema und zog sich deshalb durch unsere Mittagspause. Wir waren uns einig, dass eine Künstliche Intelligenz elementare Bestandteile des Menschlichen Seins nicht ersetzen wird: Unsere Sinne.
Das ist sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil, da wir Menschen dadurch oft zu zielorientiert sind, was in der Wissenschaft zum Verhängnis werden kann: Vielleicht sieht der Mensch gewisse Muster und Strukturen genau deshalb nicht, weil er davon ausgeht, dass sie für das eigentlich zu Erforschende keinen Zweck erfüllen. Entdeckungen in der Wissenschaft passieren oft über Zufall, meistens dann, wenn man überhaupt nicht mit ihnen rechnet.

So sehr man sich Veränderung und Weiterentwicklung in der Wissenschaft auch wünscht, so kann dies oft lange dauern und viel Geduld fordern. Dennoch kommt es zu Fortschritten und neuer Erkenntnis, auch wenn diese zunächst wenig mit dem eigentlichen Ziel zu tun haben, wie wir es bereits durch Herrn Hust erfahren haben: Das World Wide Web wurde 1989 am CERN zum einfachen Datenaustausch für Physiker entwickelt. Man kann durchaus sagen, dass die extreme Komplexität der Experimente ständige technische Weiterentwicklung erfordert, so bestätigte uns dies auch Frau Blumenschein. Gleiches gilt für die Protonentherapie, die man später in der Krebstherapien anwendete, auch diese wurde im CERN entwickelt.

Da wir noch das Besucher-Museum des CERN besichtigen wollten und die Zeit voranschreitete, beschlossen wir, die Gespräche vorübergehend zu pausieren und zum Museum zu laufen.
Am Museum angekommen erwarteten uns viele Experimente, die wir zeitlich leider nicht alle schaffen konnten. Der Beschleuniger im nachgebauten Zustand war maßstabsgetreu und wir konnten uns die eigentliche Größe gut vorstellen: Unvorstellbar, was Wissenschaftler hier entwickelt haben. Nach einigen Erklärungen von Frau Blumenschein neigte sich nun auch für uns die Führung einem Ende zu. Da es der letzte Tag der Kursfahrt war und die Heimfahrt anstand, verabschiedeten wir uns von Frau Blumenschein und damit auch von CERN. Wer weiß, wie weit die Wissenschaft sein wird, wenn wir das nächste Mal dort sind, dann vielleicht als Physiker. Das weiß nur die Zukunft.

Als der Stammkurs Physik bedanken wir uns bei Herrn Hust und Frau Hohlreiter für eine erfolgreiche und vielseitige Kursfahrt, bei der die Entspannung aber auch die Physik einen besonderen Platz bekommen hat. Vielen Dank!

Tim Lentz

B wie Berliner Untwerwelten, Berghain, Brandenburger Tor und Bundestag

Die Berlinfahrt der 10. Klasse 2026

Nachdem wir am Montagabend angekommen waren, machten wir einen Welcome Walk durch Berlin. Auf dem Weg sahen wir das Brandenburger Tor, den Bundestag und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zweiten Weltkrieg. Am Dienstagmorgen hatten wir eine Führung an der East Side Gallery. Die Tourguides erklärten uns die Geschichte der Berliner Mauer und zeigten uns die Bilder der East Side Gallery. Nach etwas Freizeit machten wir eine Tour durch die Berliner Unterwelten. Abends gingen wir in die Disco Matrix. Am Mittwoch waren wir im Bundestag und hatten anschließend ein Gespräch mit Thomas Gebhardt. Unser Abendprogramm bestand aus einem Besuch des Dark Matter Museums. An unserem letzten Tag besuchten wir das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Dort wurde uns im Rahmen einer Führung die Geschichte der Stasi und des Gefängnisses erklärt. Nachmittags fuhren wir mit dem ICE wieder zurück nach Karlsruhe.

Wir haben viele neue Eindrücke gesammelt und hatten eine schöne Zeit in Berlin.

Geschrieben von Helena Würtenberger, Milena Becker und Smilla Burg

Schulbuchausleihe (Termine)

Die Bücher werden an den o.g. Terminen zusammen mit dem Rücknahmeschein (Rückseite) in der Mensa des Gymnasiums zurückgegeben.

Wichtige Information:
Es sind ausschließlich die auf dem Rücknahmeschein (RÜCKSEITE) aufgeführten Bücher abzugeben. Bitte vorab den Barcode (nicht ISBN) auf der Rückseite des Buches mit dem Barcode auf dem Rücknahmeschein vergleichen. Beide Barcodes müssen identisch sein, damit eine Rücknahme erfolgen kann. Die rückgabepflichtigen Bücher müssen vorab gesäubert werden. Offensichtlich verschmutzte Bücher werden nicht zurückgenommen!
Die rückgabepflichtigen Bücher und die rückgabepflichtigen iPads können auch von einer anderen Person, z.B. Mitschüler oder Eltern abgegeben werden. Weitere Rücknahmetermine werden ausschließlich in Landau stattfinden (siehe unten).
Die Schülerinnen und Schüler haben sich eigenständig um den Erhalt der Rücknahmequittungen (Nachweis über die zurückgegebenen Bücher) zu kümmern.
Die Kreisverwaltung SÜW bietet am 02.07.2026 von 11:00 Uhr bis 17:30 Uhr, am 08.07.2026 von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr und am 09.07.2026 von 11:00 Uhr bis 17:30 Uhr eine zusätzliche Bücherrücknahme im Zentrallager in Landau, Albert-Einstein-Straße 29, an. Weitere Rücknahmetermine sind nicht möglich! Bis dahin nicht abgegebene Bücher werden schadensersatzpflichtig

Bienvenue chez nous!

Ein herzliches Willkommen an unsere neue Partnerschule Collège de l’Oasis in Le Port auf La Réunion! Vom 28. April bis 04. Mai verbrachten 36 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte sechs abwechslungsreiche Tage bei unseren Gastfamilien in Bad Bergzabern. Auf dem Programm stand neben einem Ausflug nach Heidelberg ein gemeinsamer Projekttag mit der Klasse 8a in unserer Schulmensa zum Thema „Auf Entdeckungsreise durch unsere Küchen und Kulturen“. Am Vormittag wurde mit Unterstützung engagierter Eltern fleißig geschält und geschnitten um verschiedene pfälzisch-kreolische Gerichte wie „Fleeschknepp mit Rugail und Kurkuma-Senfsoße“ gemeinsam zu verkosten. Ein Höhepunkt des Aufenthalts war sicherlich die Unterzeichnung unserer Schulpartnerschaft durch Herrn Allmann und Monsieur Fasquel, den mitgereisten französischen Schulleiter. Am Wochenende hat sich die Südpfalz bei frühlingshaften Temperaturen von ihrer besten Seite gezeigt, so dass unsere Gäste viele schöne Eindrücke von Wanderungen, Burgen und Festen mit nach Hause nehmen. Einzigartig in diesem Jahr war für die Klasse 8a, dass sie gemeinsam mit den französischen Schülerinnen und Schülern noch eine weitere Woche bei einer Drittortbegegnung im Schwarzwald verbringen konnte. Am Montag, den 04. Mai ging es nach einem kurzen Aufenthalt in Freiburg weiter in die Jugendherberge Todtnauberg am Feldberg. In den folgenden Tagen wurde viel gemeinsam gespielt, gewandert und gelacht. Neben Schwarzwälder Kirschtorte auf einer Hütte und einem Ausflug nach Colmar begeisterte vor allem die Überquerung der Hängebrücke an den Todtnauer Wasserfällen unweit der Jugendherberge alle deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler. Am Wochenende verbrachte die Gruppe ihren letzten gemeinsamen Abend in Straßburg, bevor man sich am Sonntagmorgen am Bahnhof „Au revoir“ sagen musste. Nun freuen wir uns auf unseren Gegenbesuch im nächsten Jahr!

An dieser Stelle gilt nochmal ein großer Dank allen Gastfamilien, die den Aufenthalt unserer französischen Gäste zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Merci!

Ebenso möchten wir dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) für seine finanzielle Unterstützung bei diesem tollen Projekt danken.

Erdkunde | Fächerübergreifende Exkursion MSS11

Vom 19.05.2026 bis zum 21.05.2026 fand die Exkursion der beiden Erdkunde-Leistungskurse des Alfred-Grosser-Gymnasiums Bad Bergzabern statt. Unsere Gruppe, Bus 1, verbrachte drei abwechslungsreiche Tage in Frankfurt, Mainz, Rüsselsheim und Mutterstadt. Untergebracht waren wir im a&o Hostel Frankfurt Galluswarte, das durch seine zentrale Lage ideal für unsere Ausflüge war.

Dienstag, 19.05.2026 – Pfalzmarkt, Flughafen Frankfurt und Stadtführung
Am Dienstag startete unsere Exkursion mit dem Besuch des Pfalzmarkts in Mutterstadt. Dort bekamen wir interessante Einblicke in die Organisation und Verteilung von Obst und Gemüse in der Region. Wir erfuhren, wie Produkte gelagert, kontrolliert und weitertransportiert werden und welche Bedeutung der Pfalzmarkt für die regionale Landwirtschaft hat.
Danach fuhren wir weiter zum Frankfurt Airport Terminal 3. Dort nahmen wir an einer spannenden Tour teil und erhielten viele Informationen über den Flughafenbetrieb sowie den Bau und die Entwicklung des neuen Terminals. Besonders interessant war es zu sehen, wie groß die Abläufe an einem internationalen Flughafen sind und wie viele Menschen dort täglich arbeiten.
Im Anschluss daran nahmen wir an einer Stadtführung durch Frankfurt teil. Dabei lernten wir viele bekannte Sehenswürdigkeiten kennen und erfuhren mehr über die Geschichte der Stadt, ihre moderne Skyline und ihre Bedeutung als internationales Finanzzentrum. Danach konnten wir die Stadt noch selbstständig erkunden und den Abend gemeinsam verbringen.

Mittwoch, 20.05.2026 – Mainz, Opel-Werkmuseum und Geldmuseum
Am Mittwoch teilten sich die beiden Erdkunde-Leistungskurse auf.
Der Leistungskurs von Frau Stengel fuhr nach Mainz. Dort nahm der Kurs an einer Stadtführung teil und lernte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und historischen Orte der Stadt kennen. Anschließend besuchte der Kurs den Landtag Rheinland-Pfalz. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die politische Arbeit und erfuhren mehr über die Aufgaben der Abgeordneten sowie die Entstehung von Gesetzen.
Der Leistungskurs von Herrn Stass fuhr nach Rüsselsheim zum Opel-Werkmuseum. Dort erhielten wir während einer Führung interessante Informationen über die Geschichte der Marke Opel und die Entwicklung der Automobilindustrie in Deutschland. Besonders beeindruckend waren die historischen Fahrzeuge und die Einblicke in die technische Entwicklung der Autos.
Danach ging es für den Kurs von Herrn Stass weiter nach Frankfurt zum Geldmuseum der Deutschen Bundesbank. Dort lernten wir viel über die Geschichte des Geldes, die Aufgaben der Bundesbank und die Entstehung des Euro. Besonders spannend waren die interaktiven Ausstellungen sowie die Möglichkeit, echte Goldbarren und historische Zahlungsmittel zu sehen.
Am Abend kehrten wir wieder ins Hostel zurück. Anschließend hatten wir Freizeit und konnten den Rest des Tages nutzen, um die Stadt in kleinen Gruppen weiter zu erkunden. Der Leistungskurs von Frau Stengel kam erst später aus Mainz zurück.

Donnerstag, 21.05.2026 – Touren durch Frankfurt
Am Donnerstag standen weitere Führungen in Frankfurt auf dem Programm. Ein Teil der Gruppe nahm an einer Tour durch das Bahnhofsviertel teil. Dort erfuhren wir mehr über die Geschichte, die kulturelle Vielfalt und die besondere Entwicklung dieses Stadtteils.
Der andere Teil der Gruppe besuchte das Bankenviertel. Während der Führung lernten wir die Bedeutung Frankfurts als Finanzmetropole kennen und erhielten interessante Informationen über die Hochhäuser, Banken und wirtschaftlichen Strukturen der Stadt.
Nach den Programmpunkten traten wir gemeinsam die Rückreise an und hatten anschließend in der Schule noch Zeit, die Kursfahrt nachzubereiten und unsere Eindrücke auszutauschen.

Fazit
Die Exkursion war für beide Erdkunde-Leistungskurse eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Durch die verschiedenen Besichtigungen und Führungen konnten wir viele neue Eindrücke in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Stadtentwicklung und Industrie sammeln. Gleichzeitig stärkte die gemeinsame Zeit auch unsere Klassengemeinschaft.
Ein großes Dankeschön geht an alle Lehrkräfte und Organisatoren, die diese interessante und abwechslungsreiche Fahrt möglich gemacht haben.

Luca M.

Sommer, Sonne, Beach

Im heißen Sand des Germersheimer Stadions erspielten die Bergzaberner Volleys einen hervorragenden 2. Platz und damit die Qualifikation für die nächste Runde von Jugend trainiert für Olympia. Am Dienstag, 28.4. traffen sich die Beachvolleyball-Teams aus Pirmasens, Germersheim, Wörth, Landau und Bergzabern in Germersheim, 5 Felder bieten ausgezeichnete Bedingungen für ein großes Turnier. In den Begegnungen spielen 3 Teams: ein Mädchen-Team, ein Jungen-Team und ein Mixed-Team. Nach drei souveränen Siegen wurde es spannend gegen die Teams des OHG Landau. Die Mädels konnten einen Sieg herausholen, die beiden anderen Teams spielten stark, verloren knapp. Wir freuen uns auf die nächste Runde gegen die Teams aus Mainz und Speyer.

Unser Team: Milena Becker, Smilla Burg, Emma Clinciu, Kira Danylko, Lilli Jochem, Violet Wächter, Emil Baskal, Alexander Mak, Sino Sinan, Robin Gies, Niklas Himmighöfer und Layne Rollgaiser.