Deutsch-französischer Entdeckungstag – Rheinkraftwerk in Iffezheim
Wir, die Klasse 9a des Alfred-Grosser-Schulzentrums in Bad Bergzabern, haben am Mittwoch, dem 15. April 2026, zusammen mit Frau Cherfouf und Herrn Braun im Rahmen des Deutsch-französischen Entdeckungstags, das Rheinkraftwerk Iffezheim besichtigt.
Zu Beginn hat Herr Volz einen sehr langen, aber auch informativen Vortrag über das Kraftwerk gehalten. Es ist das größte Laufwasserkraftwerk Deutschlands. Da es direkt an der französischen Grenze liegt gehört es sowohl der EnBW (Energie Baden-Württemberg) als auch der EDF (Électricité de France). Ein Laufwasserkraftwerk bietet – ebenso wie beispielsweise Pumpspeicherkraftwerke, Photovoltaikanlagen oder Windräder – die Möglichkeit, erneuerbare Energie zu gewinnen. Dies ist besonders wichtig, da Deutschland im Rahmen des Pariser Klimaabkommens eigene Klimaziele verfolgt und anstrebt, bis 2030 rund 80 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken. Bis jetzt stammt in Deutschland 59% des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien. Da es seit 2023 in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr gibt und man dem Klimawandel entgegenwirken und die Abhängigkeit von anderen Ländern beenden möchte, wird immer mehr auf erneuerbare Energien gesetzt. Der Bau eines Laufwasserkraftwerks mag zwar sehr teuer sein, dafür sind diese jedoch auch sehr langlebig. Das Rheinkraftwerk Iffezheim besitzt fünf Turbinen zur Stromgewinnung. Die fünfte Turbine, die erst später als die anderen, nämlich 2013, gebaut wurde, ist größer als die anderen, dreht sich aber langsamer, was sie sicherer für die Fische im Rhein macht. Wir hatten sogar die Gelegenheit unter ihr und damit auch unter dem Rhein entlangzulaufen. Da das Rheinwasser immer eine unterschiedliche Höhe hat, sind jedoch nicht alle Turbinen immer aktiv. Dies war auch bei unserem Besuch der Fall. Aber was passiert mit den Fischen, die vom Oberrhein in den Unterrhein schwimmen und andersherum? Dafür gibt es eine sogenannte „Fischtreppe“. Bei der Besichtigung der Fischtreppe haben wir herausgefunden, dass Herr Braun der lang verloren geglaubte Sohn Poseidons ist und die Fische mit seinen übernatürlichen Kräften angezogen hat, sodass wir tatsächlich ein paar Fische sehen konnten!
Das Rheinkraftwerk Iffezheim hat jedoch noch eine andere Verantwortung. Es bildet nämlich die letzte Staustufe des Rheins auf dem Weg zur Nordsee, weshalb es auch wichtig für den Schiffsverkehr des Flusses ist. Am Ende unseres Ausfluges hatten wir noch die Gelegenheit Fragen zu stellen, wodurch wir noch einmal die Chance hatten, mehr über die Stromversorgung und die Zusammenarbeit zweier Nachbarländer zu lernen.
Abschließend lässt sich über unseren Tag im größten Laufwasserkraftwerks Deutschlands sagen, dass alle Beteiligten einiges lernen konnten und einen sehr interessanten und informativen Tag hatten.
Wir danken dem Deutsch-französischen Jugendwerk für die Organisation und finanzielle Unterstützung des Journée découverte.
Anna-Luisa Müller 9a












Liebe Schülerinnen und Schüler,







