Landesgartenschau 2015

Theodor Schmidt ruft: „Pass auf dein Saxophon auf!“ Er steht auf der Südpfalzbühne der Landesgartenschau und wird hier in Landau mit seiner Jazzcombo gleich die Auftritte des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern eröffnen. „Schneller“ gibt der Leiter der Jazzcombo den nächsten Einsatz vor. Zwischen zwei Stücken holt Schmidt, der die Jazzcombo in 15 Jahren zu einem der Aushängeschilder des Bergzaberner Gymnasiums aufgebaut hat, die Sängerin auf die Bühne. Alle sind hochkonzentriert. Den Schülerinnen und Schülern, die ab der siebten Klasse in die Jazzcombo können, ist anzumerken, dass sie auf diesen Tag wochenlang hingearbeitet haben. Die Stücke klingen alle fehlerlos und sorgen zusammen mit der sommerlichen Hitze an diesem 21. Juli für Ferienstimmung. Der Auftritt auf der Landesgartenschau ist einer von vielen für die Jazzcombo. Von Mallorca bis hin zum Landesrechungshof sind Theodor Schmidt und die 35 Schülerinnen und Schüler schon aufgetreten. Mit dem weißen Schulbus, der hier auf der Landesgartenschau hinter der Südpfalzbühne steht, fahren sie ihre Instrumente durch die Pfalz und die angrenzenden Regionen. Den international bekannten Jazzmusiker Jiggs Whigham konnten sie schon für einen Workshop in die Pfalz holen. Das setzt hohe Qualität voraus und die sieht man auch hier auf der Landesgartenschau: Selbst die Jüngsten auf der Bühne aus den siebten Klassen spielen präzise. Die Einsätze, die Theodor Schmidt vorne anzeigt, kommen auf den Punkt.

LGS 15 Jazz-Combo
 
Nach einer Stunde Jazzcombo treten auf der Südpfalzbühne die Streicherklassen 5v und 5y aus der Gemeinsamen Orientierungsstufe des Alfred-Grosser-Schulzentrums auf. Die Schülerinnen und Schüler spielen seit einem knappen Schuljahr ihr Streichinstrument. „Auf dem Griffbrett einer Geige gibt es anders als zum Beispiel bei einer Gitarre keine Anhaltspunkte für die Finger“, erklärt Kim Hust-Korspeter. Deshalb ist das Erlernen eines Streichinstruments eine Herausforderung. Aber gemeinsam mit Bärbel Rohde und Peter Hust bringt Kim Hust-Korspeter den Streicherklassen alles bei. Die drei haben das Projekt vor vier Jahren ins Leben gerufen. Während die Streicher „Hejo, spann den Wagen an“ spielen, erklärt Kim Hust-Korspeter, dass sie hofft, bald ein Streicherensemble am Alfred-Grosser-Schulzentrum aufbauen können.
LGS 15 Streicher

Anschließend spielen noch die „Swinging Seveners“ unter Leitung von Theodor Schmidt. Gleichzeitig singt an diesem Mittwochmorgen der Schulchor auf der Sparkassenbühne. Was bei der Jazzcombo und den Streichern das Stimmen der Instrumente ist, das ist hier das Einsingen. „Die So-, die So-, die So-o-nne scheint“ singen alle, während der Leiter des Schulchors, Christoph Bornschein, dirigiert. Dann geht es los. Die Schülerinnen und Schüler aus Realschule plus und Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum singen Stücke von den siebziger Jahren bis heute.
LGS 15 Chor

Musik ist ein Schwerpunkt des Alfred-Grosser-Schulzentrums, doch es gibt am Gymnasium auch eine Theater-AG, die sich in den letzten 31 Jahren einen Ruf in der ganzen Südpfalz erworben hat. Während sie auf der Schulbühne in Bad Bergzabern anspruchsvolle Stücke, unter anderem von Brecht, Schiller, Sophokles, Dario Fo und anderen aufführen, haben sie sich heute bei hochsommerlichem Wetter etwas Heiteres ausgesucht. „Ich heiße Erwin Lindemann, bin 500000 Jahre alt … neee“. „Lottogewinner die erste“ ruft ein Mädchen mit Filmklappe. Die Regisseurin bittet Lottogewinner Erwin Lindemann noch einmal für das Fernsehen zu erzählen, wie er 500000 Mark gewonnen hat. In dem Stück von Loriot geht es zunehmend absurd zu und als der Lottogewinner sich immer mehr verhaspelt und schließlich behauptet, seine Tochter eröffne mit dem Papst eine Herrenboutique, lachen die Zuschauer aus vollem Hals. Im nächsten Sketch wird „ins Essen gequatscht“. Berthold Blaes, der seit 31 Jahren die Theater-AG leitet und 2011 für dieses Engagement mit dem Bürgerpreis der Sparkasse Südliche Weinstraße in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet wurde, sitzt in der 6. Reihe und beobachtet gespannt, ob das funktioniert er, was er mit den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern in tage- und nächtelangen Sitzungne erarbeitet hat.
LGS 15 Theater-AG

Musik und Theater am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum

Ein Aushängeschild des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern ist die Musik, unter anderem Jazzcombo, Streicherklassen, Bläserklassen, Chor, Swinging Seveners und die Theater-AG.
Die Jazzcombo feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum. Der Leiter der Jazzcombo, Theodor Schmidt, hat in den vergangenen 15 Jahren mit Jugendlichen aller Altersstufen Jazz auf höchstem Niveau geboten. Unter anderem traten sie beim Landesrechnungshof auf und holten den international bekannten Jazzmusiker Jiggs Whigham zu einem Workshop nach Bad Bergzabern. Es gelingt Theodor Schmidt immer wieder, selbst ganz junge Schülerinnen und Schüler zu höchsten Leistungen zu bringen. Er versammelt in der Jazz-Combo 35 Jugendliche aus allen Altersstufen.
Die Bläserklassen sind ebenfalls eine Besonderheit unseres Schulzentrums. Die Streicherklassen feiern im kommenden Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum. Hier erlernen die Kinder in der fünften und der sechsten Klasse ein Streichinstrument. Bläser- und Streicherklassen treten regelmäßig auf.
Der Schulchor unter der Leitung von Christoph Bornschein tritt ebenso wie die anderen musikalischen Formationen regelmäßig auf, zuletzt im Juli mit dem „Back in Time“-Konzert.
Die Schülerband Fofo-Tank hat bereits Preise gewonnen und ist in der ganzen Region bekannt.
Die Theater-AG des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum bietet seit 31 Jahren unter Leitung von Berthold Blaes Theater auf höchstem Niveau. Zum 30-jährigen Jubiläum der Theater-AG im März 2014 führten die Schülerinnen und Schülers Georg Büchners Leonce und Lena gemeinsam mit dem international bekannten Jazzmusiker Chris Jarrett auf.

VOL 7/15



Wiederum erfolgreich im Landeswettbewerb Physik in allen 3 Runden

In der ersten Runde (für Klasse 8) haben folgende Schülerinnen und Schüler Urkunden erhalten und sind damit für die zweite Runde qualifiziert: Carolin Meißner (3. Preis), Leonie Meyer, Nam Nguyen, Julian Rehm und Fabian Rehm (2. Preis).

In der zweiten Runde (für Klasse 9) hat Marcel Klein einen 3. Preis errungen.
In der dritten Runde (für Klasse 10) und damit der Endrunde des Landeswettbewerbs Physik nahmen insgesamt zwölf Schülerinnen und Schülern aus ganz Rheinland-Pfalz teil, davon stellte unsere Schule 25% der Teilnehmer. Hier errangen Julia Hromada und Anna-Lana Schwarz einen 3. Platz und Maurice Hirt einen hervorragenden 2. Platz.
Für diese Endrunde mussten die Schüler eine umfangreiche Hausarbeit zu drei physikalischen Aufgabenstellungen vorbereiten. Während des dreitägigen Physikseminars an der Universität Kaiserslautern führten sie ein ihnen unbekanntes Experiment durch, werteten dies aus und unterzogen sich einem halbstündigen Kolloquium.

HUP, 5/15
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„Ich seh‘ mich nicht, wie du mich siehst!“


Unsere Schule ist seit 2013 im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule für Courage“. Was bedeutet das? „Schule ohne Rassismus – Schule für Courage“ ist ein Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 1700 Schulen an, die von rund einer Million SchülerInnen besucht werden (Stand: Mai 2015).

2013 haben die verschiedenen Gremien an unserer Schule (Lehrerkonferenz, Elternbeirat und SV) folgende Selbstverpflichtung unterschrieben, die auch für uns heute gilt:

1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

2. Wenn an meiner Schule Gewalt geschieht, diskriminierende Äußerungen fallen oder diskriminierende Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.
3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Der Leistungskurs Deutsch von Frau Kliewer hat dies zum Anlass genommen, Blogs zu verschiedenen Formen von Diskriminierung zu erstellen, zu denen wir euch hier die Links bieten. Anlass dafür war, dass wir uns beteiligt haben an einem Wettbewerb zum Thema „Ich seh‘ mich nicht, wie du mich siehst!“, das die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Rahmen des Projekts „Jugend liest“ 2014/2015 organisiert hat.

Wir würden es schön finden, wenn möglichst viele von euch auf unsere Blogs gehen würden!

Diskriminiert werden bei uns immer noch folgende Personengruppen:

 
 
 
 

Wer mehr zu der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wissen will, findet hier weitere Informationen.

KLI, 6/15


 

Gymnasiasten aus Bad Bergzabern im Konzentrationslager Natzweiler-Struthof


So vergleichsweise klein dieses Lager in rund 800 Metern Höhe auf einem zugigen Berggipfel der Vogesen auch ist, so schrecklich sind dennoch die Verbrechen, die dort zwischen Mai 1941 und Novem-ber 1944 begangen wurden. Die mehr als hundert Schülerinnen und Schüler, die auf zwei Termine verteilt diese KZ-Gedenkstätte besuchten, erfuhren beim Rundgang durch das terrassenförmig am Berghang auf einer ehemaligen Skipiste angelegte Lager quasi aus erster Hand, was die dort inhaftierten Menschen erleiden mussten. Denn ein Überlebender, der holländische Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer Floris Bertold Bakels, hatte im Lager heimlich Tagebuch geführt und es 1977 in erweiterter Form als Buch veröffentlicht. Aus diesen Aufzeichnungen lasen die Jugendlichen vor Ort Textauszüge – am Lagerzaun, unter dem Galgen, am Krematorium, vor der Gaskammer – und erfuhren, wie grausam und gnadenlos hier gequält, gefoltert und gemordet wurde. Man muss nicht nach Auschwitz fahren, um mit dem menschenverachtenden Verbrechen der SS-Männer und -Frauen und den pseudowissenschaftlichen medizinischen Menschenversuchen sogenannter Ärzte und Professoren konfrontiert zu werden.

Die Betroffenheit der jungen Menschen, für die die Zeit des Nationalsozialismus weit entfernt ist, zeigte sich in der Fülle der Fragen, die immer wieder gestellt wurden. Hinter vielen scheinbar sachlichen Fragen war das Entsetzen darüber erkennbar, wie Menschen anderen Menschen so etwas antun können, sie am Galgen qualvoll ersticken, im Steinbruch von Hunden zerfleischen oder im Krematorium bei lebendigem Leibe verbrennen zu lassen. Oder sie einfach sich zu Tode schuften zu lassen – „Vernichtung durch Arbeit“ hieß das damals. „Wer bewusstlos zusammenbricht, wird auf ein kleines Plateau neben den Halden geworfen. Er arbeitet nicht, also wird er später auch nicht essen“, schreibt Bakels.

Das Lager ist regelmäßig Ziel von Schulklassen aus Frankreich, aber auch aus dem benachbarten Südwestdeutschland, wohin schon bald Tausende Häftlinge zur Sklavenarbeit in Rüstungsbetrieben geschickt wurden. Rund 90 solcher Außenkommandos gab es in Württemberg und in Baden, einige wenige auch im Elsass, in Lothringen und an der Mosel.

Seit mehr als zehn Jahren organisiert die Fachschaft Geschichte des Alfred-Grosser-Gymnasiums Bad Bergzabern diese Fahrt in die Vogesen, um einen wichtigen Aspekt der Geschichte des Nationalsozialismus anschaulich zu machen. Finanziell unterstützt wurde die Schule dabei in diesem Jahr durch die örtliche Sparkasse SÜW sowie den Förderverein des Gymnasiums. Ohne deren Unterstützung wären diese so wichtigen KZ-Gedenkstättenfahrten nur schwer finanzierbar und daher in Frage gestellt.

Der französische Staat hat das ehemalige Lager zu einer Gedenkstätte für die europäischen Widerstandskämpfer umgestaltet, denn hier waren vorwiegend politische Gegner aus den im Krieg von Deutschland besetzten Ländern eingesperrt, u.a. die sog. „Nacht- und Nebel“-Häftlinge, die nach Hitlers Willen spurlos verschwinden sollten. Natzweiler-Struthof ist eines der wenigen Konzentrationslager – nicht Vernichtungslager – außerhalb Deutschlands.

Ein Mahnmal inmitten eines Friedhofs oberhalb des Lagers ehrt die Widerstands-ämpfer aus mehr als 30 Nationen, die hier inhaftiert waren oder gestorben sind. In einem Dokumentationszentrum wird an die großdeutschen Konzentrationslager sowie die Gettos und Vernichtungslager in Osteuropa erinnert. Mit großformatigen exemplarischen Bildern wird die NS-Zeit dargestellt, kurze Filme visualisieren das Thema zusätzlich.

Im Steinbruch in der Nähe des Lagers wurde roter Granit für Hitlers geplante Großbauten in Berlin gebrochen, später wurden hier Flugzeugmotoren montiert und repariert. Die Sandgrube oberhalb des Lagertors diente als Hinrichtungsstätte u.a. für elsässische Jugendliche, die den Dienst in der deutschen Wehrmacht verweigerten. Eine als Museum eingerichtete ehemalige Lagerbaracke erinnert an die Häftlinge, veranschaulicht die Lebensumstände im Lager, erklärt die Umstände seiner Errichtung, seiner Evakuierung und Befreiung. Es war das erste Lager überhaupt, das die Alliierten vor Kriegsende erreichten. Befreien konnten sie allerdings niemanden, denn im November 1944 waren die Insassen, soweit sie dazu noch in der Lage waren, auf den Todesmarsch nach Dachau geschickt worden. Die wenigsten überlebten.


ER, 5/15


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„Sie waren der perfekte Schulleiter“

„Ich war mal mit zwei französischen Lehrerinnen aus Lyon hier und die fragten: ´Wer ist denn dieser junge Lehrer, der im Schulhof mit Schülern diskutiert?´ und sie konnten es nicht glauben, als ich antwortete: ´C´est le principal, das ist der Schulleiter!´“, erzählt Professor Alfred Grosser, Namensgeber des Schulzentrums in Bad Bergzabern. Er ist an diesem Mittwoch, dem 20. Mai, aus Paris zur Verabschiedung des bisherigen Schulleiters des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Philipp Gerlach, nach Bad Bergzabern gekommen. Wie alle Redner an diesem Nachmittag bedauert er, dass der ehemalige Direktor zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nach Neustadt wechselt. „Ich bin nicht sicher, ob er nicht den Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern vermissen wird“, sagte der 90-jährige Pariser Politologe. Dennoch gab Alfred Grosser dem neuen Mitarbeiter der Schulaufsicht noch einen Wunsch mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass die Schulaufsicht die Schüler ermuntert, Französisch zu lernen.“
Alle Redner bedauerten zutiefst, dass Philipp Gerlach das Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum verlässt. Der stellvertrende Schulleiter Jörg Engel verwies darauf, dass Herr Gerlach sich vehement gegen ein Fest zu seiner Ver-abschiedung gewehrt habe. „Ihr habt doch so viel zu tun“, habe er gesagt. Das sei typisch für seine Bescheidenheit. Schon zu Beginn sei man begeistert von dem Neuen gewesen, der zuvor das Trifels-Gymnasium in Annweiler geleitet hatte. Jörg Engel berichtete, dass Philipp Gerlach sich zunächst sensibel umgeschaut habe in seiner neuen Schule. „Er wollte erstmal die Menschen kennenlernen und dann hat er behutsam geschaut, wo er Impulse setzen kann.“ Zu den großen Reformen gehörte die Neuordnung des Stundenplans. Durch die Umstrukturierung der Mittagspause hätten viele Schüler mehr Freizeit, weil sie früher nach Hause kommen. Jörg Engel nannte auch die obligatorischen Abschlussfahrten in Klasse 10 und die Sprachreise nach England. Außerdem sei die Schule Certilinguaschule, Europaschule und „Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus“ geworden. Vor Kurzem erst sei das Comeniusprojekt mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Europa abgeschlossen worden. Schließlich betonte der kommissarische Schulleiter, dass Philipp Gerlach mit seiner stets sachlichen Art und Einrichtungen wie der Infopause am Montag dafür gesorgt habe, dass alle schnell und effektiv zusammenarbeiten. „Er hat eine gute Atmosphäre geschaffen und deshalb lassen wir ihn nur ungern gehen“, sagte Jörg Engel.
Auch die Landrätin des Kreises Südliche Weinstraße, Theresia Riedmaier, betonte, dass sie traurig sei, denn Philipp Gerlach sei ein sehr guter Schulleiter gewesen. „Bremen, wo er geboren wurde, Boston in den USA und jetzt Birkwei-ler, das zeigt, dass Sie viel herumgekommen, aber auch heimatverbunden sind“, sagte sie. Zu den Vorschlägen, die der bisherige Schulleiter während ihrer Zusammenarbeit machte, sagte die Landrätin: „Es war nie halb, es war nie lau, sondern immer klar durchdacht und vollständig.“
Dieses Kompliment machte auch der Schulleiter der Realschule plus im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Ludwin Michels, dem scheidenden Kollegen: „Philipp Gerlach blieb immer sachlich, ideologiefrei und machte Vorschläge, die sich umsetzen lassen.“ Auch er dankte für die kollegiale Zusammenarbeit.
Der neue Kollege von Philipp Gerlach, Bernhard Gilles von der ADD, betonte, dass Herrn Gerlach stets ein „längerfristiges Konzept“ wichtig gewesen sei. Er dankte ausdrücklich den beiden stellvertrenden Schulleitern Anne Schwamm und Jörg Engel für die Bewältigung der Interimszeit ohne Schulleiter.
Für den Schulelternbeirat und die Schülervertretung lobten Susanne Fabricius-Sommer und Venice Hanß den ehemaligen Schulleiter. „Er hat Schüler, Lehrer und Eltern immer ernstgenommen, war offen für Neuerungen und schlicht der perfekte Schulleiter“, sagten beide.
Der örtliche Personalrat des Gymnasiums würdigte Herrn Gerlach mit einem Rap, in dem es darum ging, „warum Herr Gerlach eigentlich Engel heißen müsste“. Ein Streichquartett bestehend aus Bärbel Rohde, Ann-Sophie Briem, Kim Hust-Korspeter und Peter Hust unterhielt mit dem Reiterquartett von Joseph Haydn, Lehrerin Andrea Weber und die aus (teilweise) ehemaligen Schülern bestehende Band Fofo-Tank boten „Summer Wine“, ein Ad-hoc-Lehrerchor unter Leitung von Christoph Bornschein sang „Good-bye Gerlach“ und Rainer Ehrhardt unterhielt mit einem Kabarettstück zu „Der Lotse geht von Bord“. Kirstin Schwartz, Rainer Ehrhardt und Markus Vollstedt boten satirische Einblicke unter dem Titel „Add-intern“ und last but not least spielte die Jazzcombo unter Leitung von Theodor Schmidt „My one true friend“. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 – 12 boten eine perfekte Vorstellung. Theodor Schmidt leitet auch die Bläserklassen des Gymnasiums, drei der vier Lehrer des Streichquartetts die Streicherklassen – beide lobte Philipp Gerlach als einen Schwerpunkt seiner ehemaligen Schule.
Schließlich dankte Philipp Gerlach, und zwar zunächst Frau Riedmaier für stete Unterstützung und für finanzielle Anstrengungen, die das Gymnasium zu einer beispielhaft ausgestatteten Schule gemacht haben. Er dankte Professor Grosser, zum Beispiel für dessen „bemerkenswerte Fähigkeit, stets intensive Gespräche mit Schülern jeder Altersstufe anre-gen zu können.“ Philipp Gerlach dankte auch dem Schulelternbeirat, der Schülervertretung, den Sekretärinnen und den Hausmeistern, die einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Qualität einer Schule hätten, ebenso wie das Team der Küche. Schließlich hob er die Lehrer hervor. „Die sind immer offen für neue Projekte, humorvoll und sehr engagiert“, sagte er. Schließlich betonte er: „Die Qualität einer Schule zeigt sich nicht in Konzepten und Projekten. Sie entsteht täglich neu in der Interaktion zwischen Lehrern und Schülern. Sie ist dort, wo Schüler sich von Lehrern wahrgenommen wissen, wo sie sich angenommen fühlen können. Sie ist dort, wo Lehrer geschätzt werden als wohlwollende Förderer, als Vermittler von Wissen und Fähigkeiten. Das Alfred-Grosser-Gymnasium ist eine solche Schule.

Philipp Gerlach puzzelt Geschenk


Philipp Gerlach puzzelt Geschenk: Das Puzzle zeigt den Hockenheimring, wo Philipp Gerlach eine Fahrt in einem Rennauto geschenkt bekam

VOL, 5/15


 

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Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum jetzt Europaschule

 
Dass das nicht nur Lippenbekenntnisse sind, erleben wir alle jeden Tag: Abi-Bac und Classe de Neige, gemeinsame Exkursionen mit europäischen Partnern, bilingualer Sachfachunterricht in Geschichte und Geographie, Praktika im Elsass und in Toulouse  –  all dies ist für unsere Schüler selbstverständlich. Erst vor kurzem kam dann auch noch das CertiLingua-Label dazu, ein „Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen“ und vor wenigen Wochen haben wir mit unseren Partnern aus Litauen, Polen, Frankreich und Norwegen den Abschluss eines erfolgreichen Comenius-Projekts gefeiert.

In einer Feierstunde in Mainz wurde unsere Schule nun offiziell als Europaschule zertifiziert. 2014 hatten Bildungsministerium und Landesvertretung gemeinsam alle Schulen in Rheinland-Pfalz aufgerufen, sich für die Zertifizierung als Europaschule zu bewerben. Für das Prädikat, dessen Verleihung nach fünf Jahren überprüft wird, müssen Kriterien erfüllt werden. So muss die Schule ein deutliches Europaprofil, erweiterte Fremdsprachenangebote, internationale Begegnungen und Europaprojekte sowie weitere Qualifikationen nachweisen.

In ihren Reden während der Verleihung des Zertifikats wiesen die Staatssekretäre Beckmann und Kraege darauf hin, dass die Idee Europa und die zwischenstaatliche Zusammenarbeit der Nationen und ihrer Bürger wichtig ist, um Meinungsverschiedenheiten und Konflikte zu vermeiden sowie die interkulturelle Toleranz zwischen den Nationen weiter auszubauen.

„Europa wird nur dann weiter als Garant für Frieden wirken können, wenn es uns gelingt, möglichst vielen jungen Menschen die Europäische Idee nahe zu bringen. Hier werden die neuen Europaschulen des Landes Rheinland-Pfalz wichtige Arbeit leisten.“ so Kraege.

Hans Beckmann unterstrich: „Mit ihrem Engagement leisten die Europaschulen einen besonderen Beitrag zur Demokratieerziehung und zur Ausbildung interkultureller Kompetenzen. Ich bin zudem davon überzeugt, dass die ausgezeichneten Schulen mit ihrem europäischen und fremdsprachlichen Schwerpunkt bei der Schulwahl ein sehr interessantes Angebot darstellen.“

Europaschule

Zusammen mit anderen ausgewählten Schulen in Rheinland-Pfalz (17 Schulen) gehören wir nun zu einem Netzwerk, in dem man sich über mögliche Inhalte, Unterrichtsprojekte etc. austauschen kann, ein erstes Treffen der neuen „Europaschulen“ fand vom 29. bis zum 30. April 2015 in Bad Marienberg statt. Daneben können wir aber auch in zahllosen Situationen mit unserem neuen Label punkten.

Sorgen wir dafür, dass unsere Schule bei der Re-Zertifizierung in fünf Jahren auch wieder dabei sein wird! Sorgen wir dafür, dass auch Europa drin ist, wo Europa draufsteht!

SL, 5/15


Alfi-Kicker holen Fairplay-Pokal


Nach mehreren Spielen qualifizierten sich die Alfi-Kicker für das „kleine Finale“, in dem sie unglücklich an ihrem Gegner aus Germersheim scheiterten. So belegte unsere Mannschaft schließlich den 4. Platz, beeindruckte aber stets durch ihren Teamgeist und die faire Spielweise. Hierfür erhielten sie den Ehrenpokal des Josefcups.

Alfi Kicker 15

Die Alfi-Kicker der Klasse 6 X: Sebastian Wakolbinger, David Wilhelm, Hannes Handrich,
Mika Schall, Chloé Fauth, Kim Störmann, Paula Wissmeier und Marlene Wollny.

Wir freuen uns mit den Alfi-Kickern und gratulieren zu ihrem Erfolg. Gleichsam danken wir dem Jugendwerk St. Josef Landau für die engagierte Organisation und Durchführung des Turniers.
RKR/WMR, 5/15
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Herr Gerlach zur ADD nach Neustadt versetzt

Die Schulgemeinschaft war schon seit einiger Zeit über die Bewerbung von Herrn Gerlach informiert und so konnten bereits im Vorfeld Maßnahmen getroffen werden, die eine gute und kontinuierliche Weiterarbeit der Schule sicherstellen. Herr StD Engel übernimmt die Schulleitung vertretungsweise.

Die Schulgemeinschaft bedauert die Versetzung sehr und wünscht Herrn Gerlach bei seiner neuen Tätigkeit Freude und Erfolg.
EN, 5/15

Erfolge am „ Tag der Mathematik“ der Universität Landau

Beim Teamwettbewerb arbeiteten drei bis fünf Schülerinnen und/oder Schüler gemeinsam an den gestellten Aufgaben. Der Wettbewerb wurde in zwei Runden ausgetragen: Gruppenwettbewerb (45 Minuten) und Speedwettbewerb (30 Minuten). 

MatheOhneGrenzen 15

Das Team aus der MSS 11 mit Sebastian Anhalt, Janik Czerwinski, Marco Gast, Viktor Schneider und Lukas Wessa erreichte beim Teamwettbewerb der Oberstufe den 3. Platz.

Jonas Albrecht aus der 10c erreichte beim Einzelwettbewerb der Mittelstufe den 7. Platz.

Herzlichen Glückwunsch !

IM, 4/15

26 Mal die 1 vor dem Komma

Im Rahmen eines Festaktes in der Aula des Alfred-Grosser Gymnasiums erhielten am Donnerstagabend (19. März) 108 Abiturientinnen und Abiturienten ihr Reifezeugnis. Von den 58 jungen Frauen und 50 jungen Männern erwarben 4 Schülerinnen die französische Hochschulreife, das Baccalauréat, 1 Abiturientin das Große Latinum. Svenja Beck erhielt den Preis des Fördervereins für das beste Abitur mit der Durchschnittsnote 1,0. Einen Notenschnitt mit einer 1 vor dem Komma haben insgesamt 26 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Für vorbildlichen Einsatz in der Schule wurde Stefanie Müller mit dem Preis des Bildungsministeriums geehrt. Den Scheffelpreis für die beste Leistung im Fach Deutsch während der Oberstufe erhielt Leonie Steinmetz. Bettina Schlender und Svenja Beck wurden für ihre besonderen Leistungen im Fach Französisch / Abi-Bac mit dem Preis der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Landau ausgezeichnet.

Den Preis der Physikalischen Gesellschaft teilen sich Lars Haug und Andreas Schneider, den Preis der Stiftung Pfalzmetall für Physik bekam Roman Schulte. Der Preis des Zonta-Clubs für besondere Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich ging an Jennifer Hefner, der Preis des Rotary Clubs für das besondere Engagement für die Gemeinschaft an Romy Hoffart. Tom Schäffer, Stephan Streicher und Pascal Duchmann wurden von der Gesellschaft Deutscher Chemiker für besondere Leistungen im Fach Chemie ausgezeichnet, den BASF-Preis für besondere Leistungen im Fach Chemie erhielt Lea Böshans. Bettina Schlender erhielt den Preis für besonderes Engagement im kirchlichen Bereich von den Kirchengemeinden. Den Preis des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland für besondere Leistungen im Fach Biologie bekam Nadja Estelmann. Für besondere Leistungen in Mathematik Roman Schulte ausgezeichnet. Den Preis des Historischen Vereins für besondere Leistungen im Fach Geschichte erhielt Bettina Schlender. Für besondere Leistungen im Fach Sport wurde David Jäger ausgezeichnet.

Da viele Schülerinnen und Schüler nicht nur hervorragende Fachleistungen, sondern auch eine besonders ausgeprägte soziale Einstellung zeigten, konnte der Verein der Freunde des Gymnasiums eine große Zahl von Ehrungen für sozialen Einsatz in der Schule vergeben: Für soziales Engagement in der Schülervertretung wurde Roman Schulte und für besondere Leistungen und Engagement in der Theater-AG Jorit Hopp geehrt. Marco Verlohner wurde für sein Engagement in der Jazz-Combo, Tim Oerther für sein Engagement in der Big-Band ausgezeichnet. Den Preis der Freunde für besonderes Engagement im Schulsanitätsdienst erhielt Yannis Hundertmark, die Auszeichnung für besonderes Engagement im Projekt Ubuhlobo bekam Lena Kaufmann. Die Schule wünscht ihren Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute, Glück auf dem weiteren Lebensweg und viel Freude mit dem, was sich jeder beruflich für sein späteres Leben vorstellt.

Abiturienten 2015


VOL, 4/15