Das Polenmobil

 
Das „PolenMobil“ ist ein Projekt zwischen dem Deutschen-Polen-Institut und der Stiftung für deutsch-polnische-Zusammenarbeit. Mit dem „PolenMobil“ besuchen zwei Mitarbeiter des Deutschen-Polen-Instituts verschiedene Schulen in Deutschland, die den Besuch auf Anfrage wünschen. Ziel des Projektes ist, die polnische Kultur und Lebensweise, die Sprache sowie historische, kulturelle und politische Inhalte deutschen Jugendlichen näher zu bringen, um Interessen an Land und Kultur Polens zu wecken.
 

Die Klasse 9d macht gerade ein Projekt zu dem Gruselfilm „Nosferatu“ zusammen mit einer Klasse in unserer polnischen Partnerschule in Rzeszów und da war es ganz gut, dass wir erst mal ein bisschen unsere Vorurteile überwanden.

Am 25. Januar 2017 war das „PolenMobil“ am Alfred Grosser-Gymnasium in Bad Bergzabern. Einen halben Schultag (von der dritten bis zur sechsten Stunde) waren die polnischen Mitarbeiterinnen in unserer Klasse 9d: Veronika, eine Polin die in Deutschland studiert, und Caroline, eine Deutsch-Polin, die sowohl in Deutschland als auch in Polen studiert hat, wollten uns ein wenig über unser Nachbarland erzählen. Wir mussten gleich feststellen, dass wir alle nicht viel über Polen wussten.

Polenmobil

Zu Beginn gab es ein paar grundlegende Inhalte über Polen, die Geographie, die Geschichte und die Kultur und Veronika gab uns einen kleinen Sprachkurs. Die beiden Gäste hatten eine große Landkarte auf dem Boden ausgebreitet und die Klasse bildete einen einem Stuhlkreis. Sie zeigten uns, wo sie studiert haben und in welchen Regionen in Deutschland und Polen sie schon gewesen waren. Sie klärten uns über die Kultur in verschiedenen Regionen Polens auf, z.B. was man dort gerne isst (Rote-Bete-Suppe und das polnische Nationalgericht Bigos, bestehend aus Weißkohl, Sauerkraut und Fleisch). Danach konnten wir Fragen, die wir bezüglich Polen hatten, aufschreiben und diese wurden nach und nach von den beiden beantwortet. Da es viele Fragen bezüglich der Traditionen Polens gab, befassten wir uns anschließend intensiver damit, z.B. dass an Weihnachten in Polen immer ein zusätzlicher leerer Teller mit eingedeckt wird, falls jemand Bedürftiges zu Besuch kommen sollte. Wir spielten auch ein Quiz. Jede Kleingruppe bekam einen Gegenstand aus Polen und sollte ihn auf der Landkarte platzieren: Wo kommt er her? Welche Bedeutung hat er? Welche Geschichte gibt es zu diesem Gegenstand? Vom Bernstein, der an die Ostsee gehört, bis zum kleinen Drachen aus Krakau erzählten uns diese Gegenstände von polnischer Geschichte und den Menschen dort. Veronika gab uns zwischen durch immer mal wieder Sprachkurse über Worte, die man in Polen gut nutzen kann, z.B. „Czesc“, d.h. „Hallo“. Zum Schluss spielten wir noch ein Musikquiz, in dem wir Karten mit Textpassagen bekamen und wir diese, wenn das Lied mit dieser Zeile lief, hochhalten mussten.
Alles in allem war es ein gelungener Tag. Wir hatten alle viel Spaß und konnten uns nach der Veranstaltung über Polen ein neues Bild machen. Veronika und Caroline waren sehr nett und konnten uns alle Fragen beantworten. Das „PolenMobil“ hat in unserer Klasse seinen Sinn erfüllt!
Marie Werle (Klasse 9d, KLI, 2/17

Fahrt der EU-Botschafter nach Brüssel


Gleich nach der Ankunft im Meininger-Hotel Brüssel wurden wir von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz herzlich empfangen und konnten einiges über die Arbeit und die Ziele der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Brüssel in Erfahrung bringen. Hierbei hatten wir auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und uns über den Beruf, die Tätigkeit, die Kooperation mit anderen Nationen und schließlich den Zielen einer solchen Vertretung zu informieren.

Am darauf folgenden Tag erwartete uns die interaktive Ausstellung „Parlamentarium“ über die Geschichte der europäischen Union und deren Bedeutung in der restlichen Welt. Außerdem bekamen wir Informationen über den Einfluss der EU auf ihre Bürger und den Aufbau der Institutionen.

Im Anschluss darauf erhielten wir eine Einführung zur Arbeit im Europäischen Parlament. Dort wurde uns auch die Entstehung der Richtlinien und Gesetze auf EU-Ebene nähergebracht, um diese richtig zu verstehen.
Danach hatten wir die seltene Möglichkeit, live an einer Plenarsitzung des Parlaments in Brüssel als Zuschauer teilzunehmen, wo wir auch dem neuen Präsidenten des Europaparlaments, Antonio Tajani, erlebten. Hier begeisterten uns nicht nur die Dolmetscher und die besprochenen Themen, sondern auch die Lebhaftigkeit der geführten Debatten. Die Sitzung war sehr interessant und gerne wären wir noch etwas länger geblieben, um dem Verlauf der Diskussion weiter zu folgen. So konnten wir uns mit völlig neuen Erfahrungen auf den Weg zu einer bekannten Pommesbude in der Nähe des Parlaments machen, wobei wir feststellten, wie stark die Stadt von den Einrichtungen der EU geprägt ist und welche Vielfalt sich, nicht nur in kultureller Hinsicht, dadurch bieten.

Am Donnerstag den 2.2.17 begannen wir den Tag sehr früh, denn wir hatten einen Besuch des etwas abgelegeneren NATO Hauptquartiers „SHAPE“ vor uns. Dort angekommen, starteten wir nach einem Sicherheitscheck eine Besichtigung des Geländes, auf dem die Nationen der NATO vertreten sind. Der Stützpunkt ähnelt zu unserem Erstaunen mit Ärzten, Sportgelände, Fitnessstudio, Kindergarten, Schulen und mehr fast einer kleinen Stadt.

Brüssel 17

Im Anschluss bekamen wir alles über die verschiedenen Bereiche der NATO sowie ihre Geschichte, die Zusammenarbeit mit anderen Ländern, die aktuellen politischen Probleme und mögliche Lösungsstrategien in einem durchaus humorvollen Vortrag erklärt und hatten die Möglichkeit zu ausgiebigen Fragestellungen. Zu unserer Freude durften wir danach noch in der Offizierskantine zu Mittag essen, wo wir mit Hr. Richter, unserem Guide der Bundeswehr, weiter ins Gespräch kamen. Gegen Ende des Tages bekamen wir dann die Möglichkeit in Gruppen die Stadt zu erkunden.

Am Freitagmorgen machten wir uns schließlich nach einem kleinen Abstecher zum Atomium mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen auf den Heimweg und sind zuversichtlich, dass wir das gewonnene an die Schule und ihre Schüler weitergeben können.

Annietta Richard, Louisa Künkel, Moritz Kaiser, Fabian Kolodziej, WMR, 2/!7

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„Ziel ist, dass die Kinder vernetzt denken!“

 
Er steht am Tag der offenen Tür mit den Schülerinnen und Schülern der 6n im Nawi-Raum im Erdgeschoss des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum. Julius Bevier und Pascal Dreisigacker zünden gerade einen Papierteebeutel an und beobachten, wie dieser hochfliegt. Samuel Kubetzki schaltet einen selbst gebauten Propeller an und Finn Czerwinski zeigt in einem Film, wie ein Stromkreis aussieht. „Wir bestimmen auch die Güte von Gewässern, gewinnen aus Rotwein Alkohol, extrahieren Steinsalz und graben Bodenorganismen aus“, erläutert Ralf Weiser. „Ziel ist, dass die Kinder lernen, vernetzt zu denken“, so der Lehrer.

TdoT

In der Gemeinsamen Orientierungsstufe des Alfred-Grosser-Schulzentrums gibt es aber nicht nur NAWI-Klassen. Schülerinnen und Schüler mit musikalischem Interesse können sich für eine Bläser- oder Streicherklasse entscheiden. Das Schulzentrum bietet darüberhinaus mit Jazz Combo, Orchester und Chor zahlreiche Möglichkeiten, sein musikalisches Können bei vielen Auftritten unter Beweis zu stellen. Für naturwissenschaftlich Begabte gibt es die NAWI-Klassen, sprachlich Interessierte wählen zwischen Englisch und Französisch als erster Fremdsprache. Später kann am Gymnasium auch das „Abi-bac“ abgelegt werden, das sowohl das deutsche als auch das französische Abitur beinhaltet. Der Unterricht in Geschichte und Erdkunde wird dann in beiden Sprachen erteilt. Auch Latein und Spanisch können belegt werden.

An diesem Tag der offenen Tür informieren alle Fachbereiche und Arbeitsgemeinschaften des Schulzentrums über ihre Arbeit. Ältere Schülerinnen und Schüler zeigen ihre Schule und nehmen die kommenden Mitschüler zum Schnupperunterricht mit. Dort lernen diese dann die unterschiedlichen Profile kennen. Viertklässler treffen die Bläserklassen bei ihrer Probearbeit, sehen spannende Experimente, sprechen erste englische und französische Wörter. In der Informatik gibt es zum Beispiel die Lego-League, bei der Schülerteams mit selbst gebauten Robotern aus Legosteinen gegeneinander antreten. In der Mittelstufe erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine eigene „digitale Schultasche“ auf einem USB-Stick und lernen so den Umgang mit den wichtigsten Computerprogrammen kennen. Insgesamt gibt es über 50 Arbeitsgemeinschaften am Schulzentrum. Die Eltern wurden von Lehrerteams aus Realschule plus und Gymnasium durch die Gebäude geführt.

An der eigenen Busstraße gibt es weitläufige Sportanlagen inklusive Stadion und Schwimmbad und zwei Schulkantinen – eine für die älteren und eine eigens für die Ganztagsschüler der Gemeinsamen Orientierungsstufe (die Ganztagsschule ist freiwillig). Außerdem konnten die sehr gut ausgestatteten Musiksäle inklusive Tonstudio und die Fachräume, von denen viele bereits über computergestützte Smartboards statt Tafeln verfügen, besichtigt werden. Schließlich verfügt das Schulzentrum auch über eine Schulbibliothek mit hauptamtlicher Bibliothekarin. Das gemeinsame Lernen wird durch Schulsozialarbeiter Martin Krisch unterstützt. 

Anmeldetermine Gemeinsame Orientierungsstufe im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern
Anmeldung vom 20. bis 22. Februar 2017
Montag und Mittwoch von 10:00 Uhr – 15:00 Uhr
Dienstag von 10:00 Uhr – 17:30 Uhr
Sekretariat: 0 63 43 / 98 90 – 20
Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung nur persönlich erfolgen kann.

Anmeldung zur Oberstufe (MSS) des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum
Ab 24.2.2017
SchülerInnen, die bereits unser Gymnasium besuchen, melden sich im Klassenverband an.
Sekretariat Gymnasium: 0 63 43 / 93 44 – 0

Text: Markus Vollstedt; Fotos: Stefan Bingler, Lily Spitza; 2/17

Erholung vom Vorweihnachtsstress bei Jazz Combo, Schulorchester und Chor des Gymnasiums in der Marktkirche

„Unser Weihnachtskonzert ist für die Musikfachschaft im Schulleben des Gymnasiums ein sehr wichtiges Konzert im Jahreskreis“, sagte der Leiter der Jazz Combo und der Bläserklassen am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Theodor Schmidt. „Denn wir treten das ganze Jahr über auf vielen Konzerten an vielen Orten auf, aber hier können uns alle Kolleginnen und Kollegen ohne großen Aufwand direkt vor Ort erleben (woanders können sie uns natürlich auch erleben).“ Außerdem nutze er das Konzert, „damit wir uns selbst finden“, so Theodor Schmidt. Denn jedes Jahr verließen etwa sechs Schülerinnen und Schüler die Schule, weil sie Abitur machen. Das Weihnachtskonzert sei dann eine gute Gelegenheit, neue Musikerinnen und Musiker in die Jazz Combo einzubinden. Schließlich erhielten auf dem Weihnachtskonzert auch gute Musiker, die bisher in keinem Orchester und keinem Chor seien, eine Bühne.

Auch der Leiter des Chors, Christoph Bornschein, nutzte das traditionelle Weihnachtskonzert, damit seine Sängerinnen und Sänger zusammenfinden. „Das war dieses Mal besonders wichtig, weil wir im Juni das Musical Hairspray aufführen wollen“, so Bornschein. Das sei eine große Herausforderung und das Weihnachtskonzert habe dazu beigetragen, dass die Gruppe zusammenwachse.

Streicher

„Der Chor von Herrn Bornschein war perfekt wie immer, Bärbel Rohde hat eine enorme Qualität zu bieten und jeder weiß, wie schwer es ist, ein Streichorchester richtig zum Klingen zu bringen“, sagte Theodor Schmidt. Auch dass Chor, Orchester und Jazz Combo die Schüler für klassische Musik motivieren können, ist bemerkenswert. Der Leiter eines Tonstudios hat der Jazz Combo bereits bescheinigt, dass die Big Band „nicht mehr wie eine Schülerband klingt, sondern wie eine ambitionierte Erwachsenen-Big-Band“. Einer der Zuschauer sagte, „dass man während des Konzertes die Seele baumeln lassen und so richtig vom vorweihnachtlichen Trubel abschalten konnte.“

Neben den gut 40 Musikern, die die klassischen 17 Plätze der Jazz Combo besetzen, wirkten beim Weihnachtskonzert am 20.12. in der Marktkirche Bad Bergzabern 55 Chormitglieder mit.

Die Leiterin des Schulorchesters, Bärbel Rohde, bot 25 Streicherinnen und Streicher auf. Sie sagte, es mache sie jedes Mal überglücklich die Streicher des Orchesters in einem gemeinsamen Konzert mit den musikalischen Ensembles der Schule auftreten zu lassen. „Besonders die gemeinsam erarbeiteten Stücke mit der Jazz Combo, bei der auch unser Schulleiter mit von der Partie war, und der Irische Segen, der gemeinsam mit dem Chor vorgetragen wurde, lassen einem doch das Herz aufgehen“, so Bärbel Rohde.

Das Repertoire von Jazz Combo, Chor und Orchester reichte von Klassischem bis zu modernen Weihnachtsklassikern. Passend zur Weihnachtswoche eröffnete die Jazz Combo unter Leitung von Theodor Schmidt mit „A Child is Born“. Dann folgte das Orchester mit „What child is this?“ und „Puer nobis nascitur“; Chor und Klavier spielten dann „Adeste fideles“, das Orchester die Sinfonie aus dem Weihnachts-Anthem „Siehe, ich künd euch große Freude“. Es folgten Chor und Klavier mit „La Peregrinación“ sowie die „Sonata Nr. 3 in G-Dur, Largo“ für Violoncello, solo. Anschließend bot ein Vokalquartett mit Klavierbegleitung ein Weihnachtsliedermedley, Chor und Klavier spielten dann das „Halleluja“ von Leonard Cohen, die Jazz Combo folgte mit „White Christmas“, „Winter Wonderland“ und „Santa Claus is coming to town“. Orchester und Jazz Combo spielten dann „All i want for christmas ist you“, gesungen vom Leiter des Gymnasiums, Pete Allmann. Es schlossen Orchester und Chor mit dem Leiter des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Pete Allmann am Klavier, die „Irische Segenswünsche“ spielten.

Dr. Clemens Kuhn und Isabel Grohé begleiteten am Klavier und Ann-Kathrin Brenkert unterstützte das Orchester mit dem Violoncello.

VOL, 1/17
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200 Jahre Bezirkstag – Erster Platz im Schülerwettbewerb „Die Pfalz und ihr Parlament“

Der Grundkurs Geschichte G4 der MS 12 überzeugt mit seinem Spiel „Reise durch den Bezirksverband Pfalz“. Die Jury die Bezirkstages würdigt die kreative Umsetzung als Brettspiel mit Fragekärtchen und der Kurs gewinnt damit den ersten Platz beim Wettbewerb des Bezirktstags, der zum 200jährigen Jubiläum ausgeschrieben war. Gewonnen hat der Kurs eine Exkursion zum Historischen Museum der Pfalz in Speyer, inclusive Verpflegung, Eintritt und Führung.

Pressefoto Kreistag MSS12

Foto: Pressefoto des Kreistags, FL, 12/16

I’m dreaming of a purple Christmas


Die stolzen Mamis und Papis im Publikum waren begeistert und erfreuten sich an den musikalischen Erzeugnissen ihrer Sprösslinge. „Es ist so schön zu sehen, wie toll sich unsere Kinder entwickeln“, erzählte der Vater eines 13- jährigen Mädchens begeistert. Dass er nicht der Einzige mit dieser Ansicht war, konnte man dem kräftigen Applaus des Publikums entnehmen. Auch Herr Schmidt äußerte sich mehr als nur einmal lobend über seine Schützlinge. „Schick sehen sie heute aus, oder?“, fragte er das Publikum schmunzelnd, nachdem der anzugtragende Silas Seutemann seinen Platz nach einem Solo wieder eingenommen hatte.

Der Abend diente jedoch nicht nur zur Bewunderung der „Kleinen“. Es wurde ebenso die Möglichkeit geboten sich im vorweihnachtlichen Stress ein wenig zu entspannen, sich zurückzulehnen und der jazzig-peppigen Weihnachtsmusik zu lauschen.

Von den Stücken „Santa Claus is coming to town“, über „Jingle Bells“, bis hin zu „ Marrys Lamm“ wurden viele bekannte Weihnachtslieder gespielt. Auch die Jazz Combo der Schule, die ebenfalls von Theo Schmidt geleitet wird, hatte wie immer einen kleinen Auftritt, bei dem sie mit ihrem Stück „White Christmas“ nicht nur ordentlich Stimmung in den Saal brachte, sondern auch den jungen „Nachwuchsmusikern“ zeigte, was man mit etwas Übung, der richtigen Motivation und vor allem mit Spaß am Musizieren für tolle Musik hervorbringen kann.

Eine ganz persönliche Bedeutung bekam das Konzert für Theodor Schmidt, der seiner Tochter Josefine einen ganz speziellen Geburtstagswunsch erfüllen konnte: „Als ich sie fragte, was sie sich zum Geburtstag wünsche, sagte meine dreijährige Tochter, sie wünsche sich lila. Da sie keine genaueren Beschreibungen ihres Wunsches ablieferte, beschloss ich dieses Konzert unter dem Motto lila abzuhalten.“ Mit der Erfüllung des Wunsches hatte Herr Schmidt scheinbar genau ins Schwarze – oh Verzeihung – natürlich ins „Lilafarbene“ getroffen. Nicht nur die Eintrittskarten waren in einem schönen violetten Farbton zu kaufen, auch bei der Bühnendekoration wurde an dieser Farbe nicht gespart. Scheinbar schien es der kleinen Josefine gut zu gefallen, denn wie auch schon bei vergangenen Konzerten unterstützte sie ihren Papa mit kleinen Tanzeinlagen auf der Bühne. Bei so guter Musik muss man eben einfach „mit-swingen“.

Bläserkonzert 16

Das große Finale des Abends begeisterte nochmals alle Leute im Saal. Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 9 versammelten sich vor und auf der Bühne und spielten gemeinsam das Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Mit dieser Krönung des Abends endete das Konzert und alle Beteiligten konnten stolz und mit guter Laune nach Hause gehen.

Maya Engel, VOL, 12/16


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Auf den Spuren von Goethe und Schiller in Weimar

Nach dem frühen Aufstehen und einer langen Zugfahrt, wurden wir freundlich in unserer Unterkunft empfangen. Hier legten wir eine kurze Verschnaufpause ein und dann ging es auch schon los.
Am ersten Tag haben wir uns größtenteils mit Schiller beschäftigt. Zunächst haben wir sein Wohnhaus besucht. Dort haben wir eine ausführliche Führung und somit einen guten Einblick in sein Leben bekommen. Zum Beispiel haben wir erfahren, dass Schiller das Dachgeschoss als eigene Wohnetage nutzte, um sich voll und ganz auf die Arbeit an seinen Werken zu konzentrieren und um seine Familie nicht zu sehr mit seiner Krankheit zu belasten.

Für seine Werke ließ sich Schiller zunächst von Goethe inspirieren, mit dem er später eine enge Freundschaft entwickelte. Die beiden schätzen sich sehr und unterstützten sich gegenseitig bei ihrer Arbeit. Eines der wichtigsten Werke, welches Schiller in Weimar verfasste, ist das Freiheitsdrama ist „Wilhelm Tell“. Den Anstoß dafür lieferten ihm seine spätere Frau Charlotte von Lengefeld und Goethe, der ihm von seiner Reise aus der Schweiz berichtete.
Die lebenslange enge Freundschaft der beiden Dichter lässt sich auch an der gemeinsamen Begräbnisstätte erkennen.

Diese, die Fürstengruft des Großherzogs Carl August, haben wir am Nachmittag besichtigt. Goethe und Schiller sind die einzigen Begrabenen, die nicht der Familie des Großherzogs angehörten. Nachdem Schiller zunächst auf Weimarer Jacobs-Friedhof begraben wurde, setzte sich Goethe dafür ein, dass sein Freund Schiller in die Gruft umgesetzt wurde. Jedoch wurde bei einem späteren DNA-Test, im Mai 2010 festgestellt, dass der Schiller zugeschriebene Schädel nicht zu Schiller gehört, . Darauf wurden die sterblichen Überreste wieder in das Gemeinschaftsgrab auf dem Weimarer Jacobs-Friedhof gebracht. wo man auch die echten Überreste Schillers vermutet. Schillers Sarg in der Fürstengruft blieb seither leer.

Zum Abschluss des Tages haben wir eine echte Nachtwächterführung mit unserem Nachtwächter Herrn Rahaus gemacht, der uns einige intimere Details über das Leben Goethes verriet. So stellte sich heraus, dass Goethe ein „wahrer Frauenheld“ war. Die Jungs bekamen zudem ein paar Beziehungstipps „á la Goethe“.
Müde und erschöpft nach dem langen und sehr lehrreichen Tag, fielen wir abends in unsere Betten.

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück durch das historische Weimar zum Goethe-Haus gelaufen. Auf eigene Faust und mit Audioguides ausgestattet durften wir Goethes Wohnhaus erkunden . „Mir sind sofort die bunten Wände in den Räumen aufgefallen.“, sagte eine unserer Mitschülerinnen. Wie wir später erfahren haben, hatte diese auffällige Raumgestaltung mit Goethes Farbenlehre zu tun. Außerdem fiel auf, dass Goethe sich von der Antike inspirieren ließ. Seine Räume waren vermehrt mit antiken Statuen ausgestattet. Diese Liebe zur Antike findet sich auch in einigen seiner Werke wieder.

Anschließend folgte ein Einschnitt und wir beschäftigten uns eine Zeitlang mit dem Künstler Lucas Cranach d. Ä, welcher z.B. dafür bekannt ist, zusammen mit Luther das erste protestantische Flugblatt illustriert zu haben. Dazu haben wir uns die Ausstellung über ihn im Stadtschloss angeschaut, mit dem Ziel ihn und seine Werke wiedererkennen zu können.

Im Anschluss daran haben wir einen Spaziergang im benachbarten Park an der Ilm zu Goethes Gartenhaus gemacht. Der Park, der zwischen 1778 und 1828 angelegt und von Goethe mitgestaltet wurde, soll beim Spazieren das Freundschaftsgefühl der Menschen steigern.
Goethes Gartenhaus, in welchem er eine Zeitlang wohnte, liegt im Zentrum des Parks. Goethe investierte viel Zeit in die Instandsetzung von Haus und Garten, später schrieb er dort die Prosafassung von Iphigenie auf Tauris.
Um alle wichtigen Stationen von Goethes Leben zu verinnerlichen, besuchten wir im Anschluss die Goethe-Ausstellung im Nationalmuseum, wo wir eine Führung durch Goethes Leben, seine Werke und sein Schaffen erhalten haben.
Nach diesem ereignisreichen Tag, schauten wir uns abends das Stück „Du kommst wie ein reines Glück ungebeten“ im Nationaltheater an. „Das Stück bestand nur aus Zitaten aus Goethes Werken, was für mich persönlich nicht immer einfach zu verstehen war, da ich viele der Werke noch nicht kannte. Gut war aber, dass das Publikum mit eingebunden wurde.“, kommentierte eine Mitschülerin den Abend.
Insgesamt war dieses Stück ein guter Abschluss zu Goethe.

Am letzten Morgen besichtigten wir die Anna-Amalia Bibliothek, die am 2. September 2004 abbrannte. Bis heute läuft die Restauration der alten, wertvollen Bücher. Uns allen hat die Besichtigung sehr gut gefallen; vor allem der prunkvolle Rokokosaal, der das Herzstück der Bibliothek bildet, hat uns sehr beeindruckt.

Nach der sich anschließenden kurzen Besichtigung der Herderkirche, in der sich ein wichtiges Werk Cranachs d. J. befindet, hatten wir ausreichend Zeit, um über den an diesem Freitag beginnenden Zwiebelmarkt zu schlendern und eine Thüringer Bratwurst zu essen.
Danach ging es auch schon wieder zurück in die Pfalz.

Unser abschließendes Urteil lautet: Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt, da wir nun ein besseren Einblick in das Leben Goethes und Schillers bekommen haben und zusätzlich dazu den Charme Weimars zu spüren bekamen.

Weimar 16

Laura Laußer und Lisa Fabian (beide MSS 12), BEI 12/16

Auch in der Eifel könnten Vulkane ausbrechen


Vom 28.Septemper bis 30. September machten wir, eine zehnte Klasse aus dem Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern und eine zehnte Klasse aus Phalsbourg/Lothringen eine Erdkunde-Exkursion in die Eifel, um diese besser kennenzulernen. Dies geschah unter der Leitung von Ralf Weiser, welcher diese Fahrt schon seit Jahren organisiert. So starteten die Schüler des Alfred-Grosser-Gymnasiums wie geplant am Mittwoch, den 28.September um 7:00 Uhr in der Busstraße in Bad Bergzabern. Wir machten uns auf den Weg um die französischen Schüler in Phalsbourg abzuholen. Ab dann konnte unser gemeinsames Programm beginnen. Als erstes stand auf der Tagesordnung eine Führung durch das Schieferbergwerg in Fell bei Trier. Dort lernten wir in den unterirdischen Gängen etwas über die Entstehung, Abbau und Verwendung von Schiefer. Danach besichtigten wir die Urzeitschnecke im Naturpark Teufelsschlucht. Dies ist ein in Schneckenform angelegter begehbarer Zeitstrahl, welcher einen durch die verschiedenen Zeitalter der Erdgeschichte führt. Danach erkundeten wir die imposante Teufelsschlucht; diese befindet sich am Ostrand des Ferschweiler Plateaus in der Südeifel nahe Irrel.

Nach diesem spannenden Tag bezogen wir Zimmer in einer Pension in Mehren bei Daun. Wir ließen den Abend mit gutem Essen und Gesprächen mit den französischen Schülern ausklingen. Am nächsten Morgen starteten wir um 8:30 Uhr mit einem hervorragenden Frühstück in den Tag und machten uns auf zu einer Exkursion durch die Vulkaneifel. Wir begannen am Hinkelsmaar mit einer Einführung in die Thematik des Vulkanismus und erfuhren viel über die Entstehung der Maare. Danach sahen wir den einzigen Kratersee nördlich der Alpen um anschließend vulkanisches Gestein am neuen Vulkanerlebnispark zu bestaunen. Der Weg führte zu der von Menschen für den Basaltabbau geschaffenen Wolfsschlucht. An allen Stationen unserer Wanderung erklärte unser sachkundiger Führer vom Maarmuseum Manderscheid an Beispielen die Maare näher. Beim abschließenden Besuch im Museum konnten wir die Fossilien zahlreicher Organismen bewundern, wie zum Beispiel das hundegroße Urpferdchen. Die insgesamt sechs Stunden lange Wanderung war unser persönliches Highlight der Reise, da der sachkundige Führer mit viel Humor und Hintergrundwissen interessante Themen erklärte. Den Tag rundete ein Besuch bei einem Kaltwassergeysir und bei den Dauner Maaren ab.

Geografie Exkursion

Am Freitag besichtigten wir die Wingertsbergwand in der Nähe von Mendig in der Osteifel. Sie ist Zeuge des Ausbruchs des Maria-Laach-Vulkans. Dieser gewaltige Vulkanausbruch geschah um 10930 v. Chr. Wir lernten hier, dass die Eifelvulkane nur eine Ruhepause einlegen, aber wieder aktiv werden. Nur wann, weiß keiner.

Hier findet sich ein Video auf Youtube des Filmemachers Volker Hoffmann, mit Interviews und Bildern.

VOL/Mira Sachs Klasse 10e, 11/16


Unterschiedliche Klänge wachsen zusammen: Jazz Combo meets Banda de Musica


Auf der Suche nach einem Quartier für die Probenwoche seiner Jazz Combo auf Mallorca war Musik- und Mathematiklehrer Theodor Schmidt seinerzeit, als er nicht nur in Cala D’Or fündig wurde, sondern die Hotelbesitzerin Sandra Llull ihm den Kontakt zur dortigen Banda de Música „Adagio“, einer Formation, die aus Musiklehrern der dortigen Musikschule und deren Schülern besteht, ebnete. Seither war Schmidt mit seinen Schülern bereits sechs Mal auf Mallorca und musizierte dort auch gemeinsam mit der Banda de Musica, die inzwischen zum dritten Mal zu Gast in der Südpfalz war. Auch wenn Alejandro Guillén und Theodor Schmidt jeweils unterschiedliche Muttersprachen haben, so verbindet sie die Musik doch so stark, dass diese Begegnung auch über zehn Jahre und übers Mittelmeer hinweg trägt.

„Diese Begegnung ist eine der Besonderheiten, die diese Schule auszeichnen“, lobte denn auch der Leiter des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern Pete Allmann in seiner kurzen Begrüßungsansprache und hieß die mallorquinischen Musiker und ihre Angehörigen herzlich willkommen.

Mit dem Paso doble España Cañi eröffneten die Gäste den musikalischen Reigen, dem Stück, das für spanische Bandas ein Stück Identität bekundet. Der Name der Band „Adagio“ bewies auch in der weiteren Titelauswahl des Abends, dass er programmatisch gewählt ist, etwa mit dem „Air For Winds“. Dass die 17-jährige Klarinettistin Alicia ihr Instrument virtuos beherrscht, konnte sie in mehreren Solopartien beweisen. Dennoch gibt sie sich im Gespräch eher bescheiden: „Ich übe nicht so viel, spiele aber seit elf Jahren“. Aena spielt erst seit drei Jahren ihr Saxophon, Angst vor Solopartien hat sie trotzdem nicht. Die Musiker aus Mallorca zeigten ihr musikalisches Spektrum jedoch auch außerhalb der spanischen Rhythmen, etwa mit einer Widmung an Michael Jackson oder dem Medley aus verschiedenen Kompositionen Carlos Santanas.

Danach schaffte die Big Band einen sanften Übergang mit dem Titel „You Raise Me Up“, welches gekonnt durch die Tonarten dynamisch angemessen gespielt wurde. Mit dem Stück „Green Onion“ groovte die Big Band, so dass kein Fuß ruhig bleiben konnte.

„Colours Of The Wind “ wurde sehr gefühlvoll und intonationssicher von der Sängerin Mara Gnägy vorgetragen. Als letztes Arrangement stellte die Big Band mit der Titelmelodie von „Family Guy“ ihr ganzes Können unter Beweis.

Wie verschieden die jungen Musiker der beiden Bands auch spielten, so vereinte das Tutti-Spiel sie doch zu einem gemeinsam Klangkörper. Unter der Leitung von Alejandro Guillén intonierten sie Paquito el Chocolatero, wiederum ein Paso doble – ein Traditionsstück aus dem Jahr 1937, welches 2007 als meistgespieltes Stück in Spanien zählte, aber eben in Spanien. „Das war rhythmisch für die Schüler aus Bad Bergzabern zunächst ungewohnt“, meinte denn auch Alejandro Guillén, „dabei müssen sie sich sehr genau an die Partitur halten, wohingegen jeder Spanier einer Banda den Paso doble-Rhythmus verinnerlicht hat“. Dass die Jugendlichen beider Bands gleichermaßen schwingen, zeigte sich im abschließenden „La Bamba“ , einem ehemals mexikanischen Volkslied im Son-Rhythmus, welches Harry Belafonte bekannt machte.

Jazzcombo mit Mallorquinern

Anschließend lud Herr Schmidt die Zuhörer der gut gefüllten Aula ein, zusammen mit den mallorquinischen Gästen die zehnjährige Freundschaft zu feiern. In der Kantine des Gymnasiums wartete ein überreichen Buffet, welches die Leiterin der Kantine des Schulzentrums Anneliese Helberg mit ihren Helfern und Helferinnen aus den mitgebrachten Spezialitäten und eigenen Kreationen arrangiert hatte. So lernten die mallorquinischen Gäste dort auch Bratwurst, Saumagen und Pfälzer Wein kennen. Doch nicht nur das Essen gefiel den Gästen, Aena und Alicia hat es vor allem die „bunte Pfälzer Landschaft“ angetan: „So etwas haben wir noch nicht gesehen“; sie möchten wieder kommen. Na denn: ¡Hasta la próxima! (Bis zum nächsten Mal!)

Text: Eleonore Beinghaus, Fotos: Marvin Dyck 

 

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