Wussten Sie, dass ein Mensch im Durchschnitt die Menge einer Kreditkarte Mikroplastik pro Woche zu sich nimmt? Oder dass künstliche Intelligenz Unmengen an Strom und Wasser verbraucht? Dass es auf den Ozeanen Plastikinseln gibt, die viermal so groß wie Deutschland sind?

Bei ihren Recherchen zum Thema Klima, Klimawandel und Nachhaltigkeit stießen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Alfred Grosser Schulzentrum gemeinsam mit gleichaltrigen Jugendlichen des Lycée Teyssier aus Bitche (Lothringen) auf zahlreiche erschreckende Realitäten. Sie setzten sich mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels auseinander und überlegten sich grenzüberschreitende Handlungsmöglichkeiten.

„KlimActif“ – aktiv für das Klima – war somit das übergeordnete Leitziel, im Rahmen dessen sich 16 deutsche und 16 französische Schülerinnen und Schüler über drei Tage hinweg diesem wichtigen Zukunftsthema annahmen.  Unser Schülercamp wurde in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz durchgeführt und mit europäischen Fördermitteln im Rahmen des Interreg Projektes Oberrhein Très’OR sowie des Interreg-Projektes Engagement finanziert (www.tres-or.eu).

Nach einem ersten Kennenlernen stellten die Projektteilnehmer die an ihren Schulen bereits existierenden Angebote und Projekte zu den Themenfeldern Klima, Biodiversität und Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Sie diskutierten kritisch, welche Ansatzpunkte weiterentwickelt und/oder übernommen werden können, und bekamen einen Einblick in die Abläufe und Möglichkeiten ihrer Partnerschule.  Am Nachmittag standen Klimakompetenz und Teamgeist im Fokus. In bilingualen Gruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem „Klimapuzzle“ (www.climatefresk.org) auseinander und vertieften im gemeinsamen Dialog ihr Klimawissen.  Der Workshop regte dazu an, über Ursachen und Folgen des Klimawandels zu reflektieren und zu diskutieren, um auf diese Weise wirkungsvolle Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln.

Genau dieser Aspekt wurde am Folgetag in der gemeinsamen Projektarbeit zum Klimafasten aufgegriffen. Unter dem Titel „Mehr Nachhaltigkeit in der Fastenzeit“ überlegten sich die Schülerinnen und Schüler, welche Impulse sie in ihren jeweiligen Schulgemeinschaften gemeinsam setzen können, um unser aller Bewusstsein für eine nachhaltigere Lebensweise zu schärfen und aktiv zu werden. Ab dem 23. Februar 2026 laden wir Sie ein, über unsere Homepage und die Stellwände im Foyer der Schule an unseren Aktionen teilzunehmen.

 

Am letzten Tag unseres Projekts besuchten wir die Wetterstation und den Lernort Kalmit. Für die Lerngruppe wurde von Frau Seybold-Leonhard vom Pädagogischen Landesinstitut eine digitale Schnitzeljagt (DigiBoundRLP) mit dem Titel „Expedition Kalmit & Klima“ entwickelt, das in Kooperation mit Christian Müller von Klima-Palatina, Tobias Leonhard (Jugend der deutschen Physikalischen Gesellschaft), Gerd Hegeler-Burkhart (deutsche Physikalische Gesellschaft und den Lehrkräften Jessica Boellinger und Thomas Braun vom Gymnasium im Alfred Grosser Schulzentrum, vor Ort in bilingualen Gruppen durchgeführt wurde. Das Bound wurde durch physikalische Experimente zum Thema Klima, Klimaveränderungen und Klimawandel ergänzt. Zukünftig soll dieser Bound auch anderen Lerngruppen bei ihrem Besuch der Kalmit zur Verfügung stehen und in zwei Formen (mit und ohne Experimente) angeboten werden.

Abschließend freuten wir uns, das Gewinnerteam des digitalen Bounds küren zu dürfen. Herr Dr. Kopf, der Präsident der SGD Süd, überreichte in Anwesenheit des Maikammerer Bürgermeisters Markus Sell unseren „Kalmit-Klima-Pokal 2026”.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten, alle Unterstützer des Projektes und insbesondere an die beiden sehr motivierten und engagierten Schülergruppen!

J. Boellinger

 

Was sagen die Schülerinnen und Schüler dazu?

„[Durch das Klimapuzzle] habe ich eine ganz neue Sicht auf den Treibhauseffekt bekommen. Da es auf Französisch war, habe ich viele neue Wörter in diesem Bereich gelernt. Außerdem konnte ich viel mit den Franzosen reden, die mir vieles erklären konnten. Das war sehr interessant.“

„Die Aussicht [auf der Kalmit war top], die Atmosphäre oben war allgemein super.“

„Ce qui m’a plu, c’est de découvrir de nouvelles façons de penser, c’est très enrichissant.“

„[J’ai apprécié] la coopération entre Allemands et Français dans des petits groupes.“

„Das persönlich Wichtigste am Projekt war für mich, selbst Ideen zu sammeln, um aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen.“