ERASMUS: Leben auf der Flucht

Ausstellung Erasmus

Wie flüchtet man aus Syrien, aus Somalia, aus Afghanistan nach Deutschland? Wie lebt man als „Flüchtling“ in Westdeutschland, wenn man aus Russland oder aus der ehemaligen DDR kam? Das haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Frauen und Männer aus diesen Ländern gefragt. Sie haben die Lebenswege auf Plakaten dokumentiert, die alle Interessierten in einer kostenlosen Ausstellung im Schloss Bad Bergzabern besichtigen können. Außerdem sind ihre künstlerischen Arbeiten zu diesen Interviews zu sehen.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 5. September um 16 Uhr eröffnet und ist dann noch bis zum 21. September in den Räumen des Bürgerbüros der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen (montags und mittwochs, 8-14 Uhr, dienstags und donnerstags 8 bis 18 Uhr und freitags von 7:30 Uhr bis 13 Uhr).

Die Ausstellung ist Teil des internationalen Jugendaustauschs „Erasmus“, der von der EU gefördert wird und in dessen Rahmen sich Jugendliche aus Polen, Litauen, Italien und Deutschland zwei Jahre lang mit der Frage beschäftigen: „Für und wider die Willkommenskultur in Europa. Warum gehen unsere Länder so unterschiedlich mit den Flüchtlingen um?“

Jede und jeder der Geflüchteten hat völlig andere Geschichten zu erzählen: Die eine Familie kam mit dem Flugzeug, andere mussten das Boot benutzen; manche helfen mittlerweile selbst bei der Integration; viele haben typisches Essen aus ihrer Heimat vorgestellt und uns von wunderbaren Helferinnen und Helfern berichtet, manche haben aber auch erzählt, dass sie zwischen allen Stühlen sitzen. Kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild!

Weitere Informationen gibt es auf unserer ERASMUS-Seite.


 

Feuer und Flamme für Europa


Nach einer kurzen Ansprache durch den Schulleiter, Pete Allmann, eröffnete die Preisträgerin im Wettbewerb „Jugend musiziert“, Evita Schlender, zunächst mit einem Solostück für Mandoline den sommerlichen Reigen aus politischem Gespräch und Theaterspiel.

Birgit Collin Langen

Die EU-Parlamentarierin Birgit Collin-Langen, der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) zugehörig, hatte nach einem Jahr erneut den Weg nach Bad Bergzabern gefunden, um dort den Schülern beider Schulen Rede und Antwort zu stehen. Die Fragen kreisten um die aktuell recht schwierige Situation des Umgangs mit Flüchtlingen in Europa ebenso wie um die nach mehr europäischer Verantwortung in der Verteidigungspolitik. Collin-Langen überzeugte dabei durch ihr klares „Ja“ zu Europa, welches sie sowohl gegen Versuche von außen – etwa der USA oder Russlands – die die EU zu schwächen versuchten, verteidigte, wie auch gegen von innen kommende nationale Alleingänge, z.B. in der Flüchtlingspolitik. Das lockere, aber zugleich sehr intensive Gespräch wurde durch zwei Sonatensätze für Mandoline und Cello, mit hörbarer Spielfreude vorgetragen von Evita Schlender (Mandoline) und Timon Baral (Cello), in Wohlklang abgerundet.

Evita Timon

Im Rahmen der Europatage Anfang Mai hatten Europa-JuniorbotschafterInnen beider Schulen zunächst ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Matthias Heister geführt, um sich von ihm aus erster Hand über die Geschehnisse im August 1950 zu informieren. Im Anschluss begleitete Heister die jungen Südpfälzer auch an den „Tatort“ am Germanshof, um ihnen dort symbolisch den Schlüssel für die geplante Jugendbegegnungsstätte im alten Zollhaus zu übergeben.

Germanshof Zollhaus

Nach einer nächtlichen Belagerung in Zelten wurde an den beiden Folgetagen ein Theaterworkshop zu ausgewählten Szenen aus dem Theaterstück „Eine Nacht im August“ (Ben Hergl) unter der künstlerischen Leitung der Theaterpädagogin Dagmar Brade einstudiert, die nun von Almuth Fink-Rödel (Pamina-Gymnasium) begleitet zur Aufführung kam.
Das Stück bringt die politische Aktion von über 300 jungen Menschen aus ganz Europa auf die Bühne, die am 6. August 1950 an der deutsch-französischen Grenze in Germanshof bei Wissembourg gemeinsam den Grenzbaum niederrissen, um für ein vereintes Europa einzutreten.

Feuer und Flamme

Im Theaterstück – wie auch in der Geschichte – kommen die jungen Leute aus verschiedenen Ländern, vor allem aber aus Frankreich und Deutschland. Ihr Plan: Die junge Studentin Martine soll den Zöllner u.a. durch eine Überdosis Parfum ablenken, um dann die Grenze zu überwinden. Alles kommt jedoch anders. Im allgemeinen Durcheinander ergreifen die Studenten die Waffen der Zöllner, sperren diese gemeinsam im französischen Zollhaus ein und sind zunächst erschrocken über ihr Tun. Sie wollten doch friedlich bleiben. Daher legen sie die Waffen beiseite und geben sich dem Siegestaumel über den niedergerissenen Grenzpfosten, der auf dem „Scheiterhaufen der Nationalstaaten“ verbrannt wird, bei Wein und Gesang hin. Und während die jungen Stürmer ihren Träumen nachgehen, kommen auch die beiden Zöllner, die bis dahin ihre jeweils „landestypischen“ Vorurteile auf amüsante Weise austauschten, miteinander ins Gespräch und werden am Ende gar Freunde. Das Stück führt humorvoll vor Augen, dass die deutsch-französische Freundschaft im Kleinen anfing, dass Grenzen überwunden werden mussten und dass dazu auch Mut gehörte.

Zöllner Träumende

BEI, 18.06.2018

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Fahrt nach Vilnius

Wir flogen Samstagabend von Frankfurt nach Vilnius. Die Gastfamilien holten uns vom Flughafen ab und wir verbrachten den späten Abend sowie den nächsten Vormittag gemeinsam mit unseren Gastfamilien. Sonntagmittag besuchten wir gemeinsam das Staatserkundungszentrum. Anschließend bekamen wir eine Führung durch Vilnius, die von litauischen Schülern auf Deutsch gehalten wurde.

Montagvormittag trafen wir uns um 9:00 Uhr zum ersten Mal in der Schule und die offizielle Eröffnungsfeier begann. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter zeigten die litauischen Schüler ein tolles Festprogramm für ihre Gäste. Gleich darauf begannen wir auch schon mit unserer Arbeit. Jedes Land stellte kurz die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vor. Daraufhin bekamen wir die Aufgabe, gemeinsam in Gruppen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern zu reflektieren und diese dann auf eTwinning einstellen. Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir ab 15:30 Uhr in einem jüdischen Museum in Vilnius. Hierbei ging es um eine sehr persönliche Ausstellung, da sie von überlebenden Juden selbst gestaltet worden war. Wir erhielten dort eine Führung auf Deutsch. Damit neigte sich der Tag dem Ende zu und wir hatten ab 17:00 Uhr den Abend zur freien Verfügung.

Vilnius 1

Am Dienstag trafen wir uns um 9:00 Uhr, um nach Trakai aufzubrechen. Trakai ist eine kleine Stadt 23 km von Vilnius entfernt. Erst besichtigten wir die Inselburg der Stadt. Später stand ein Kochkurs von typischem Essen (Kibinai) der Karaimen an. Die Karaimen (Karäer) sind ein Volk, das 1397 von Großfürst Vytautas von der Krim nach Litauen geholt wurde. Sie leben als Minderheit bis heute gut integriert in und um Trakai. Um 15:00 Uhr ging es zurück nach Vilnius. In der Schule bekamen wir noch eine Präsentation zu sogenannten Wolfskindern. Das sind Menschen, die als Kinder ohne Begleitung ihrer Eltern oder anderer Erwachsener am Ende des Zweiten Weltkriegs aus ihrer ostpreußischen Heimat in die baltischen Staaten geflüchtet sind. Es war insgesamt ein sehr spannender Tag auch wenn das Wetter nicht so gut war.
Vilnius 2

Am Mittwoch trafen wir uns um 9:00 Uhr in der Schule, um die Arbeit an den Lebensbildern vorzustellen. Danach arbeiteten wir in zwei Gruppen: Eine an einem digitalen Kochbuch mit Rezepten der befragten Flüchtlinge, die andere gestaltete künstlerisch den Weg eines Flüchtlings auf Stoff. Mit einer Besprechung von kreativen Ideen für Projekte, die im nächsten Jahr noch durchgeführt werden sollen, beendeten wir unseren Arbeitstag. Abends waren wir zu einem Klavierkonzert mit dem ukrainisch-kanadischen Pianisten Dmitri Levkovich eingeladen.
Auch am Donnerstag trafen wir uns um 9:00 Uhr in der Schule. Er wurde vollständig eingenommen von einem Workshop der Friedensakademie Rheinland-Pfalz (weitere Informationen unter: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/friedensakademie), für welchen zwei Frauen von der Hochschule Landau angereist waren. Der Workshop bestand aus verschiedenen Übungen, welche uns praktisch näherbrachten, wie man sich ohne Sprache begegnen kann und wie man miteinander umgehen muss, um eine friedliche Atmosphäre zu schaffen. Zum Schluss folgte eine Reflexion über den Workshop mit der ganzen Gruppe und Feedback an die Referentinnen. Dabei äußerten sich die Schüler sehr positiv über die neuen Erfahrungen.

Vilnius 3Am Freitag trafen wir uns früher in der Schule und besuchten zwei litauische Unterrichtsstunden. Danach besuchte uns Eskedar Maštavičienė, eine sehr taffe und optimistische Frau, die vor 11 Jahren aus Äthiopien nach Litauen geflohen war. Sie erzählte uns aus ihrem Leben und beantwortete uns zahlreiche Fragen. Mittlerweile besitzt sie ein eigens Café, arbeitet als Übersetzerin und hilft in vielen Hilfsorganisationen mit. Um 12:15 Uhr begann dann eine spannende Debatte zum Thema „Sollen die EU-Flüchtlingsquoten erfüllt werden?“nach den Jugend debattiert-Regeln, denn sowohl die litauische wie auch unsere Schule, sind Jugend debattiert–Projektschulen. Nach dem Mittagessen begann die Abschlussfeier. Uns wurde eine Diashow mit Bildern der vergangenen Woche präsentiert und eine litauische Volkstanzgruppe brachte uns einige ihrer Tänze bei. Nach ein paar Abschiedsworten und letzten Fotos gingen alle Schüler zusammen auf einer Wiese am Fluss picknicken. Wir hatten einen schönen gemeinsamen letzten Abend, sozusagen, wie jetzt wohl die meisten sagen würden..

Insgesamt war es eine wunderschöne Woche mit viele neuen Begegnungen und Erfahrungen. Die ganze Gruppe verstand sich super und arbeitete immer gut mit. Es war zwar sehr viel Programm, aber es hat so viel Spaß gemacht, dass wir das meistens nicht gemerkt haben (- erst abends im Bett:). Vielen Dank für diese sowohl kulturell wertvolle, als auch einfach super coole Fahrt. Es war eine schöne Zeit, sozusagen.
AND, 5/18


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ERASMUS: Autorenlesung am Alfred-Grosser-Schulzentrum


„Die Lesung war für mich tatsächlich eine neue und wirklich interessante Erfahrung. Es herrschte durchweg eine angenehme, fast gemütliche Atmosphäre und die Diskussion am Ende regte dazu an, sich noch weiter mit dem Buch zu beschäftigen.“
(Charlotte, Schülerin)

Am Montag, den 19. Februar, hatte das Schulzentrum Alfred-Grosser in Bad Bergzabern die Ehre einer Lesung mit Erfolgsautor Bachtyar Ali. Neben den Schülern und Lehrern des Erasmus-Projekts, die Ali eingeladen hatten, nahmen auch die Deutschkurse von Frau Hust-Korspeter, Frau Kliewer und Herrn Müller an der Lesung teil sowie einige Schüler der Klasse 10c von Frau Beinghaus. In der schuleigenen Bibliothek stellte der kurdische Schriftsteller und Lyriker seinen kürzlich ins Deutsche übersetzten Roman „Der letzte Granatapfel“ einer versammelten Schüler- und Lehrergruppe vor.

Im irakischen Kurdistan aufgewachsen, zog Bachtyar Ali, vom diktatorischen Regime in Bedrängnis gebracht, vor mehr als 20 Jahren nach Deutschland, wo er heute in Köln wohnt. Sein erster Gedichtband „Gunah w Karnaval“ (Sünde und Karneval) erschien bereits 1992. Mit „Der letzte Granatapfel“, der 2016 als erster kurdisch-irakischer Roman in deutschen Bestenlisten erschien und für welchen sein Autor 2017 mit dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet wurde, gelang dem Autor der Durchbruch in der deutschsprachigen Literatur. Wort- und bildmächtig erzählt Bachtyar Ali über die Kriegsgruel, die sein Heimatland prägen, über die verlorene Generation, aber ebenso über Zusammenhalt und Kameradschaft und über Täter, die gleichzeitig Opfer inmitten eines von Gewalt und Hass gekennzeichneten Landes sind. Im Vordergrund steht hierbei die Figur des Muzafari Subhdam, der nach 21 Jahren aus der Isolationshaft in ein vom Krieg zerstörtes Land, in die vermeintliche Freiheit, entlassen wird. Verzweifelt begibt er sich auf die Suche nach seinem Sohn und trifft auf seiner Reise auf Personen, Geheimnisse und Erkenntnisse, die ihn nicht nur der Wahrheit über seinen Sohn Saryasi, sondern auch der wahren Bedeutungsschwere von dessen Schicksal näherbringt. Bachtyars Erzählweise ähnelt dabei der eines orientalischen Märchens, welches allerdings realitätsnah über wahrhaftige Konflikte und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft aufklärt.

Erasmus Ali 18

Nach einer vorangehenden Verortung sowie Vorstellung der Personenkonstellation des Romans durch die Deutschlehrerin Eleonore Beinghaus kam das Publikum in den Genuss zweier prägnanter Textpassagen, vorgelesen von Schülerin Jasmina von Fragstein und Lehrerin Annette Kliewer. Dem folgte eine abschließende Diskussions- und Fragerunde mit Bachtyar Ali. Wo man sich zunächst nur zaghaft zu äußern wagte, entwickelte sich bald ein reger Austausch über Sinn und Aussage der Geschichte.
Hierbei erläuterte der Autor leidenschaftlich seinen Versuch, das Weltbild des Lesers zu ändern, denn noch immer herrschten – auch und vor allem in seiner Heimatregion, als Konsequenz der blutige Geschichte – Rassismus und Nationalismus . Um die alte, kurdische Geschichte zu wahren, verwende er zudem Symbole aus der kurdischen Mythologie, wie den Granatapfel, welcher als Zeichen der Zusammengehörigkeit fungiere und für den Zusammenhalt der im Krieg aufwachsenden Generation stehe. Sein Hauptthema allerdings sei die Frage, was der Mensch nach solch einer Katastrophe, wie sie sich in der gesamten Region abspielt, noch retten könne. „Man muss versuchen zu retten, zu kämpfen.
 
Zuletzt ist man sich einig: Bachtyar Ali hat es geschafft, einen berührenden, außergewöhnlich poetischen Aufklärungsroman über die weitestgehend vergessenen Opfer eines nicht enden wollenden Konflikts zu schreiben.
Katalin Beer (MSS 11)/KLI 2/18

ERASMUS: Was bedeutet Auschwitz heute für Jugendliche?

Dieser Beitrag eignet sich sicher auch für den Einsatz im Unterricht – insbesondere vor dem Hintergrund einer aktuellen Debatte: In Rheinland-Pfalz fordert die Bildungsministerin, dass alle Schüler einmal in ihrer Schullaufbahn eine Gedenkstätte besuchen sollen. In unserer Schule gehört die Fahrt zum KZ Struthof in der 10. Klasse zum Schulprogramm.

Während der Fahrt der Erasmus-Gruppe nach Wadowice im November 2017 sind wir auch zum Konzentrationslager Auschwitz gefahren. Vier Schüler (Leila White, Timon Baral, Marc Philipp Kerstan und Luca Kuntz) haben dort Aufnahmen gemacht, die sie nachträglich zu einem Audio-Beitrag zusammengeschnitten haben. Unter der Anleitung von Herrn Vollstedt ist so ein spannender Beitrag zum Thema „Auschwitz heute“ entstanden, der am „Tag der Offenen Türen“ am 27.1.2018 erstmals aufgeführt wurde. (Der 27.1. ist gleichzeitig internationaler Holocaust-Gedenktag.)

 

KLI, 1/18

ERASMUS: Jenseits der Polen-Klischees. Erasmus-Treffen in Wadowice, Polen


Die Stadt Wadowice liegt in der Nähe von Krakau und ist etwa so groß wie Bad Bergzabern, doch das Besondere an dieser Stadt ist, dass dies der Geburtsort von Papst Johannes Paul II. ist. Dies war auch nur unschwer zu erkennen, da so ziemlich an jeder Ecke Bilder und Gedenktafeln von ihm hängen. Er besuchte sogar die Schule, mit der wir zusammenarbeiteten.

Überaus gastfreundlich wurden wir in unseren Gastfamilien aufgenommen und schon am ersten Tag wurden internationale Freundschaften – auch mit den anderen Schülern aus Italien und Litauen – geschlossen. Die Kommunikation sollte während der Arbeitszeiten auf Deutsch stattfinden, da die internationalen Schüler alle Deutsch lernen, aber in der Freizeit war Englisch dann meistens die einfachere Verständigungssprache.

ErasmusDez

Während des offiziellen Programms lernten wir zum einen die anderen Länder durch Spiele oder Musik kennen, aber wir arbeiteten auch viel zusammen. Zum Beispiel haben wir die Einwohner der Stadt zum Thema Flüchtlinge befragt oder ein Logo für das Projekt entwickelt. Ebenfalls machten wir Ausflüge und besichtigten das Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau, was für uns alle sehr emotional und schockierend war. Doch wir besuchten auch Krakau, die „schönste Stadt Polens“, wie so viele Leute sagen, und lernten hier mehr über die polnische Geschichte und Kultur. Dort aßen viele die bekannten polnischen Teigtaschen „Pierogi“. Fast jeden Abend wurden unsere Treffen mit einem inoffiziellen Abendessen und Billard- oder Bowlingspielen beendet, bei dem sich Schüler aller Länder trafen und zusammen Spaß hatten.

Am Tag der Abreise fiel es uns dann allen schwer zu gehen, da wir die anderen Projektteilnehmer schon in diesen paar Tagen ins Herz geschlossen hatten. Nach einer Woche kann ich aber sagen, dass Polen zwar nicht „klauen“, wie das Klischee es besagt, dafür jedoch außerordentlich herzliche und liebenswerte Menschen sind.

Es war, denke ich, für alle von uns, egal ob Deutscher, Italiener, Litauer oder Pole, eine unglaublich schöne Zeit, in der man viel über die anderen, sowie aber auch sein eigenes Land lernen konnte.

Hier gehts zur Erasmus-Seite

Luca Elena Kuntz (MSS 12)/KLI, 11/17

 

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Polen-Mobil startet Erasmus-Projekt


Bei dieser von der Europäischen Union geförderten Jugendbegegnung geht es um das Thema: „Für und wider die Willkommenskultur in Europa. Warum gehen unsere Länder so unterschiedlich mit den Flüchtlingen um?“ Am Dienstag, dem 17.10., findet ein Treffen mit den 28 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und den fünf betreuenden Lehrerinnen und Lehrern teil. Diese treffen mit dem „Polenmobil“ des Deutschen Poleninstituts zusammen, das über unser Nachbarland informiert, in das vom 11. – 18. November die erste von drei Schülergruppen fährt. Im kommenden Frühjahr findet dann der Austausch mit Litauen und im kommenden Schuljahr der mit Italien statt.

Polenmobil


Info: Erasmus
Erasmus plus ist ein Projekt der Europäischen Union. Diese fördert den Kontakt zwischen Schulen im europäischen Raum. In einer Zeit, in der die europäische Idee von verschiedenen Seiten in Frage gestellt wird, ist es von großer Bedeutung, dass Jugendliche positive Begegnungen mit Menschen aus anderen europäischen Ländern erleben. Erasmus-Projekte bieten außerdem die Möglichkeit, sich im außerunterrichtlichen Bereich Kompetenzen anzueignen, die für das gesamte zukünftige Leben von Bedeutung sein können: Sprachkenntnisse, Präsentations- und Recherchekompetenzen, Teamarbeit, mediale Kompetenz oder Konfliktfähigkeit. An dem Projekt nehmen 28 Schülerinnen und Schüler der zehnten, elften und zwölften Klasse teil. Das Lehrerteam besteht aus Kirsten Andres, Eleonore Beinghaus, Annette Kliewer, Lukas Stass und Markus Vollstedt.

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VOL, 10/17

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Europa erleben: Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum startet Erasmus-Projekt mit Italien, Polen und Litauen


In der ersten Vollversammlung dieses Schuljahres am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum am Dienstag, dem 19.9. (8:00 Uhr bis 09:25 Uhr) wird unter anderem das Erasmus-Projekt – ein Austausch mit Italien, Litauen und Polen – feierlich eröffnet. Bei dieser von der Europäischen Union geförderten Jugendbegegnung geht es um das Thema: „Für und wider die Willkommenskultur in Europa. Warum gehen unsere Länder so unterschiedlich mit den Flüchtlingen um?“
Am Dienstag, dem 17.10., findet ein weiteres Treffen mit den 28 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und den fünf betreuenden Lehrerinnen und Lehrern teil. Diese treffen mit dem „Polenmobil“ des Deutschen Poleninstituts zusammen, das über unser Nachbarland informiert, in das vom 11. – 18. November die erste von drei Schülergruppen fährt. Im kommenden Frühjahr findet dann der Austausch mit Litauen und im kommenden Schuljahr der mit Italien statt.

Info: Erasmus
Erasmus plus ist ein Projekt der Europäischen Union. Diese fördert den Kontakt zwischen Schulen im europäischen Raum. In einer Zeit, in der die europäische Idee von verschiedenen Seiten in Frage gestellt wird, ist es von großer Bedeutung, dass Jugendliche positive Begegnungen mit Menschen aus anderen europäischen Ländern erleben. Erasmus-Projekte bieten außerdem die Möglichkeit, sich im außerunterrichtlichen Bereich Kompetenzen anzueignen, die für das gesamte zukünftige Leben von Bedeutung sein können: Sprachkenntnisse, Präsentations- und Recherchekompetenzen, Teamarbeit, mediale Kompetenz oder Konfliktfähigkeit. An dem Projekt nehmen 28 Schülerinnen und Schüler der zehnten, elften und zwölften Klasse teil. Das Lehrerteam besteht aus Kirsten Andres, Eleonore Beinghaus, Annette Kliewer, Lukas Stass und Markus Vollstedt.

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VOL 9/17

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