{"id":4095,"date":"2014-04-05T11:06:32","date_gmt":"2014-04-05T09:06:32","guid":{"rendered":"http:\/\/schulebza.de\/gymnasiumneu\/2014\/04\/05\/minister-alexander-schweitzer-in-gespraech-mit-schuelerinnen-und-schuelern-des-gymnasiums\/"},"modified":"2014-04-05T11:06:32","modified_gmt":"2014-04-05T09:06:32","slug":"minister-alexander-schweitzer-in-gespraech-mit-schuelerinnen-und-schuelern-des-gymnasiums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/2014\/04\/05\/minister-alexander-schweitzer-in-gespraech-mit-schuelerinnen-und-schuelern-des-gymnasiums\/","title":{"rendered":"Minister Alexander Schweitzer im Gespr\u00e4ch mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des Gymnasiums"},"content":{"rendered":"<p><strong><i><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Sowohl in der Fl\u00fcchtlingspolitik, als auch in der Sozialpolitik hat der rheinland-pf\u00e4lzische Sozialminister Alexander in einer Podiumsdiskussion zum Thema \u201eDie EU 2014 \u2013 status quo und Perspektiven\u201c mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Oberstufe am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern gefordert, dass Reiche mehr abgeben sollen<\/p>\n<p><\/span><\/i><\/strong> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">\u201eDann hat man halt die westgotische Friseurpartei im Europaparlament.\u201c Das ist der Kommentar des rheinland-pf\u00e4lzischen Ministers f\u00fcr Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie zur Absenkung der F\u00fcnfprozenth\u00fcrde bei den Europawahlen. Er halte das politisch nicht f\u00fcr klug. Die Parlamente w\u00fcrden geschw\u00e4cht, wenn viele kleine Parteien hineinkommen, sagt er in der Podiumsdiskussion mit drei Sozialkundekursen der Oberstufe am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum. Auf die Frage eines Sch\u00fclers, was er von der Partei \u201eAlternative f\u00fcr Deutschland\u201c (AfD) halte, die kritisiert, dass Deutschland zu viel Geld an die Europ\u00e4ische Union (EU) bezahle, sagt Schweitzer knapp: \u201eNix\u201c. Damit hat er die Lacher auf seiner Seite. \u201eDas ist Wohlstandsegoismus, das ist der Radikalismus der Reichen\u201c, sagt Alexander Schweitzer. Reiche m\u00fcssten mehr abgeben. Schweitzer antwortet dabei auf jeden Satz zun\u00e4chst mit einer anschaulichen Antwort: \u201eIch meine Leute, die in einem Haus wohnen und noch 17 weitere haben\u201c, sagt er zum Beispiel auf die Frage einer Sch\u00fclerin, was er von der Rente mit 63 halte. Diese Reichen, so Schweitzer weiter, die ihr Verm\u00f6gen geerbt h\u00e4tten, m\u00fcssten in Zukunft auch in die Rentenversicherung einzahlen. Auch f\u00fcr Europa gelte, dass die, die viel haben, die Schwachen unterst\u00fctzen, z.B. Deutschland die \u00e4rmeren EU-Staaten. Es gebe viele, so Schweitzer, die glauben: \u201eUns in Deutschland geht\u00b4s gut, weil wir so toll sind. Dabei geht es uns auch so gut, weil wir von Europa profitieren, zum Beispiel, weil die anderen Staaten unsere Produkte kaufen.\u201c Armut, so der Sozialminister, sei eben nur im Ausnahmefall selbstverschuldet. \u201eArmut ist vererbt\u201c, sagt Alexander Schweitzer und f\u00fchrt als Beispiel seine Kinder an. \u201eEin Minister und eine Lehrerin als Eltern &#8211; da wachsen meine beiden S\u00f6hne und meine Tochter nat\u00fcrlich viel gesicherter auf als Kinder von Hartz-IV-Empf\u00e4ngern.\u201c <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Auch auf globaler Ebene m\u00fcssten die, die viel haben, mehr abgeben: \u201eWir m\u00fcssen in Europa mehr Fl\u00fcchtlinge aufnehmen, wir haben die Kapazit\u00e4ten, zum Beispiel bei Krisen in Afrika\u201c, so der Minister. Schlie\u00dflich lebten wir im Wohlstand und den h\u00e4tten wir auch durch internationalen Handel, \u201eund dazu geh\u00f6rt auch internationale Verantwortung.\u201c<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Die Sch\u00fcler fragen hier kritisch nach. \u201eIch habe aber nicht den Eindruck, dass sich in der Fl\u00fcchtlingspolitik viel ver\u00e4ndert\u201c, sagt z.B. Benedikt Broda aus der 12. Alexander Schweitzer kontert mit den syrischen Fl\u00fcchtlingen, will sich aber nicht auf eine Zahl, wie viel Fl\u00fcchtlinge Europa aufnehmen muss, festlegen lassen.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Die \u00dcberalterung der deutschen Gesellschaft lasse sich durch Fl\u00fcchtlinge aber nicht aufhalten, antwortet Schweitzer, der auch Demographieminister ist, auf den Vorschlag von Mathis White (Jahrgang 11). Das liege daran, dass die Zuwanderer sich ab der zweiten Generation an die Geburtenrate der Mehrheitsgesellschaft anpassten. \u201eAber wir brauchen Zuwanderung, zum Beispiel, um Arbeitspl\u00e4tze besetzen zu k\u00f6nnen, aber auch f\u00fcr eine j\u00fcngere, bunte Gesellschaft. Wir brauchen die kulturellen Impulse der Zuwanderer\u201c, fordert Alexander Schweitzer.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Schlie\u00dflich bekennt sich der SPD-Politiker noch zu denen, die jahrzehntelang geschuftet haben. Die Rente mit 63 sei gut. Wer diese f\u00fcr zu teuer halte, dem entgegnet Schweitzer: \u201eDas schaffen eh nur ganz wenige. Es geht um die, die 45 Jahre eingezahlt haben. Es geht um die, die in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren gearbeitet haben. Da war Arbeitsschutz noch ein Fremdwort. Die k\u00f6nnen oft einfach nicht mehr l\u00e4nger arbeiten.\u201c<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Die Frage eines Sch\u00fclers, ob er denn nicht zu viele Posten \u00fcbernommen habe &#8211; \u201eDemographieminister, Sozialminister, Gesundheitsminister &#8211; das finde ich schon kurios\u201c &#8211; kontert er ironisch: \u201eVielleicht ist deine Skepsis an meiner Kompetenz ja nur Anteilnahme\u201c und damit hat Alexander Schweitzer die Lacher auf seiner Seite. Dann nimmt er den Einwand ernst und erkl\u00e4rt, dass ein Minister mehrere Bereiche \u00fcbernehmen m\u00fcsse, weil sonst \u00fcber 30 Leute in der Regierung s\u00e4\u00dfen. Au\u00dferdem m\u00fcsse er ja nicht alles alleine bearbeiten, sondern werde von vielen Mitarbeitern unterst\u00fctzt. <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\">Er selbst arbeitet nach eigenen Angaben von morgens um sechs bis abends um elf: \u201eZwischen 5:30 Uhr und 6:00 Uhr lese ich erstmal die rheinland-pf\u00e4lzischen Zeitungen auf dem Tablet\u201c, sagt er. Um sieben Uhr gebe es dann erste Telefonate. Nach dem Termin heute in Bad Bergzabern fahre er zur Liebenau-Stiftung Maikammer, dann zur Caritas in Landau, dann zur IG Metall in Kaiserslautern und schlie\u00dflich habe er noch einen Abendtermin zur Vorbereitung der Kommunalwahlen. Freie Tage gebe es kaum. \u201eAber Politiker sind auf Zeit gew\u00e4hlt und es ist meine Pflicht, in dieser Zeit alles zu geben.\u201c<br \/><\/span><\/div>\n<p> <\/p>\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 8pt;\">VOL, 4\/14<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 12pt;\">\u201eDas ist der Radikalismus der Reichen&#8220;<\/p>\n<p><\/span><\/p>\n<p><span><span style=\"font-size: 10pt;\">Rheinland-pf\u00e4lzischer Minister f\u00fcr Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Alexander Schweitzer (SPD) fordert in Diskussion mit Sch\u00fclern am Alfred-Grosser-Gymnasium mehr von den Reichen, starke Parlamente und die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen<\/span><span><span style=\"font-size: medium;\">.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[656],"tags":[],"class_list":["post-4095","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-656"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4095"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4095\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}