{"id":6896,"date":"2019-12-16T23:22:26","date_gmt":"2019-12-16T22:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/?page_id=6896"},"modified":"2020-01-05T15:18:16","modified_gmt":"2020-01-05T14:18:16","slug":"erfahrungsberichte-abibac-ausfuehrlich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/erfahrungsberichte-abibac-ausfuehrlich\/","title":{"rendered":"Erfahrungsberichte AbiBac ausf\u00fchrlich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jan I., Abschluss 2019<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich nach der f\u00fcnften Klasse von meiner franz\u00f6sischen Schule an das Alfred-Grosser Schulzentrum wechselte, war es f\u00fcr mich klar, dass ich den bilingualen Zweig und sp\u00e4ter auch das AbiBac in Angriff nehmen w\u00fcrde. In meiner Mittel und Oberstufenzeit hatte sich das gleich als angenehm gezeigt, ganz einfach zum einen weil Sprachen halt cool sind (jaja, das glaubt immer keiner\u2026) und Spa\u00df machen, aber auch weil der Unterricht, genauer gesagt G\u00e9o und Histoire so viel abwechslungsreicher waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich dann zus\u00e4tzlich zum Abitur ein franz\u00f6sisches Bac bekam, war das auch ein cooles Gef\u00fchl. Dann kam aber die Frage: was mache ich damit jetzt eigentlich? Tja, mehr als man denkt! Es war mir zum Beispiel m\u00f6glich, mich mit meinem Bac (welches einen besseren Schnitt hatte als mein Abitur) an Universit\u00e4ten zu bewerben, f\u00fcr die ich den N.C. sonst nicht erf\u00fcllt h\u00e4tte. Auch nach Studienbeginn konnte ich dank meiner Franz\u00f6sischkenntnisse einen Job bekommen, den ich als Einsprachiger nicht erhalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bewahrheitet sich also wieder: Sprachen \u00f6ffnen T\u00fcren. Glaubt es mir.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Isabell M., Abschluss 2017<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend ich dies schreibe sitze ich im Zug auf dem Weg nach Rostock. Ich habe erst k\u00fcrzlich die Zusage f\u00fcr das Medizinstudium bekommen und h\u00e4tte dieses h\u00f6chstwahrscheinlich ohne das Abibac, welches bei uns an der Schule angeboten wird, nicht direkt zum Wintersemester 2017\/2018 beginnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Abibac, also quasi das franz\u00f6sische Abitur, hat n\u00e4mlich meinen Abischnitt um 0,2 Kommastellen verbessert. Das ist enorm, wenn man sich vorstellt mit was f\u00fcr einem Arbeitsaufwand manche Sch\u00fcler um jeden Punkt k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Leistungskurse in der Oberstufe waren Franz\u00f6sisch (welches man belegen muss wenn man Abibac macht), Englisch und Biologie. Hinzu kam, dass Erdkunde und Geschichte auch auf Franz\u00f6sisch unterrichtet wurden, was, wenn man gute Franz\u00f6sischkenntnisse hat, gar kein Problem und auch echt machbar ist. In meinem Jahrgang waren wir neun Sch\u00fcler, die sich dazu entschieden haben Abibac zu machen, was dazu f\u00fchrte, dass sich unter den Sch\u00fclern und Lehrern ein sehr famili\u00e4res und angenehmes Klima entwickelte. Man merkte schnell, dass die Abibacler einen kleinen Vorteil im Franz\u00f6sisch LK hatten und sehr davon profitieren konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es machte Spa\u00df mit der Bilifamilie (so nannten wir uns n\u00e4mlich nach kurzer Zeit) zu lernen, zu lachen, zu diskutieren und Exkursionen zu unternehmen. Zum Beispiel organisierten unsere lieben Lehrerinnen (Fr. Schejok (Erdkunde), Fr. Cherfouf (Geschichte) und Fr. Weber (Franz\u00f6sisch)) einige wundervolle Reisen. Mit dem gesamten LK machten wir einen zweiw\u00f6chigen Austausch in Toulouse bei dem wir Einblicke in den franz\u00f6sischen Alltag bekamen, Praktika absolvierten, Airbus besichtigten und sogar einen Tag ans Meer fuhren. Es war eine sehr sch\u00f6ne und aufregende Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Bilifamilie ging es einige Monate sp\u00e4ter schon wieder auf Exkursion. Wir besichtigten die V\u00f6lklinger H\u00fctte und haben uns dort die ehemalige Eisenproduktion ansehen k\u00f6nnen. Danach ging es nach Metz ins Robert Schuman Haus und schlie\u00dflich nach Verdun, wo wir mit eigenen Augen die Brutalit\u00e4t des ersten Weltkriegs sehen und quasi sp\u00fcren konnten. Wir \u00fcbernachteten in Hostels\/Jugendherbergen und durch die einwandfreie Organisation unserer Lehrerinnen lief alles wie geplant. Es war eine sehr lehrreiche Exkursion, die uns allen denke ich mal, noch lange im Ged\u00e4chtnis bleiben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere letzte Exkursion f\u00fchrte uns kurz vor dem Abitur nach Paris. Durch die Insider-Tipps von Fr. Schejok entdeckten wir die Stadt der Liebe mit ganz anderen Augen. Jeder hatte die M\u00f6glichkeit zu Worte zu kommen, eigene Vorschl\u00e4ge in das Programm zu integrieren und auch mal in einer kleineren Gruppe gem\u00fctlich die Champs-Elysee hinunter zu bummeln. Einige von uns durften sogar noch ein paar Tage l\u00e4nger dort bleiben um auch wirklich ALLES sehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich besteht das Abibac nicht nur aus Exkursionen und Spa\u00df. Was ich aber sagen kann ist, dass wenn man eine gute Grundlage in Franz\u00f6sisch hat, einem Geschichte und Erdkunde nicht allzu schwer fallen und man trotzdem einen guten Einblick in den Lehrstoff bekommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in der 13. Klasse eines der beiden F\u00e4cher zum LK hochstufen und einen seiner LKs (ausgeschlossen ist hierbei Franz\u00f6sisch!) abstufen kann (- es gibt noch eine M\u00f6glichkeit dies nicht zu tun indem man in seinen drei LKs + Geschichte bili\/ Erdkunde bili das Abitur schreibt). Somit wurde bei mir der Geschichte bili Kurs zum LK und Biologie zum Grundkurs. Auch dies f\u00fchrte nochmal dazu, dass sich meine Endnote verbesserte, da ich in Geschichte bili grunds\u00e4tzlich besser war als in Bio.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mein Tipp also an alle Abibacler<\/strong>: Schickt bei eurer Bewerbung einfach eine beglaubigte Kopie eures Abibacs mit an die Universit\u00e4t. Die wird sich dann hoffentlich bei euch diesbez\u00fcglich melden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dr\u00fcck euch die Daumen, dass das alles klappt und euch so viel hilft wie mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel Erfolg euch allen!!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 16px;\">Sinthuja S., Abschluss 2014<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe 2014 mein Abitur und das Baccalaur\u00e9at g\u00e9n\u00e9ral am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum abgelegt, nachdem ich Franz\u00f6sisch in der Jahrgangsstufe 5 als erste Fremdsprache sowie ab der Jahrgangsstufe 7 den bilingualen Zweig gew\u00e4hlt habe.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\"><em>Unterricht<\/em><\/span><\/p>\n<p>Der Unterricht ab der MSS 11 umfasste insgesamt zehn Wochenstunden Franz\u00f6sisch. Diese teilten sich auf f\u00fcnf Stunden Franz\u00f6sischunterricht im Leistungskurs und jeweils zwei bzw. drei Stunden (im Wechsel) Erdkunde (Ge\u00f3graphie) und Geschichte (Histoire) in franz\u00f6sischer Sprache auf. Neben der Tatsache, dass ich durch die hohe Anzahl an Schulstunden auf Franz\u00f6sisch, stetig meine sprachlichen F\u00e4higkeiten verbessern konnte, bot die besondere Kombination aus Franz\u00f6sisch, Histoire und G\u00e9ographie einen besonderen Reiz: Diskussionen in Bezug auf franz\u00f6sische Literatur sowie Geschichts- und Erdkundeunterricht aus franz\u00f6sischer und deutscher Perspektive gaben uns die M\u00f6glichkeit schon fr\u00fch Kenntnisse und Methoden aus unterschiedlichen F\u00e4chern zu verbinden. So war es beispielsweise von erheblichem Vorteil mit dem Wortschatz der Franz\u00f6sischen Revolution vertraut zu sein, als wir \u00fcber franz\u00f6sische Literatur aus dem 18. Jahrhundert sprachen. Dies kann ich im Nachhinein in Bezug auf mein franz\u00f6sisches Rechtsstudium nur noch mehr betonen!<\/p>\n<p>Die Lernatmosph\u00e4re in den Kursen war besonders positiv. Wir waren 5 Sch\u00fcler*innen, die den AbiBac-Zweig gew\u00e4hlt hatten, sodass ein intensives Lernen mit pers\u00f6nlichem Feedback m\u00f6glich war. Es war f\u00fcr jede*n von uns m\u00f6glich, in jeder Stunde zu Wort zu kommen und wir wurden darin auch aktiv best\u00e4rkt. Auch wenn der Fokus immer darauf lag Franz\u00f6sisch zu sprechen, hatten wir ebenfalls die M\u00f6glichkeit Verst\u00e4ndnisfragen auf Deutsch zu stellen, um Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden. Im Allgemeinen wurden wir von unseren Lehrer*innen vor allem ab der MSS 11 in unserem selbstst\u00e4ndigen Lernen gef\u00f6rdert, was motivierend und anspruchsvoll, jedoch auch immer machbar war. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Dokumenten und Quellen im Unterricht war gerade aufgrund der besonderen Lehrsituation m\u00f6glich, sodass wir auch methodisch auf vielf\u00e4ltige Art und Weise an einem bereichernden Unterricht teilgenommen haben.<\/p>\n<h2><em><span style=\"font-size: 16px;\">Toulouse-Austausch und Praktikum<\/span><\/em><\/h2>\n<p>Im Rahmen des AbiBac-Zweigs wurde in der MSS 12 ein zweiw\u00f6chiger Austausch in das s\u00fcdfranz\u00f6sische Toulouse angeboten. Bevor wir im Mai 2013 nach Toulouse zu unseren Gastfamilien fuhren, kamen im Januar die franz\u00f6sischen Austauschsch\u00fcler*innen f\u00fcr zwei Wochen nach Bad Bergzabern. Das Programm sah vor, dass in der ersten Woche des Austausches ein vom jeweiligen Austauschpartner bzw. von der jeweiligen Austauschpartner*in organisiertes Praktikum absolviert wird, w\u00e4hrend f\u00fcr die darauffolgende Woche ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Ausfl\u00fcgen in der Region organisiert wurde. Dieses wurde zum Gro\u00dfteil von den begleitenden Lehrkr\u00e4ften organisiert; wir wurden jedoch ebenfalls eingebunden und waren vor allem f\u00fcr die Organisation des letzten Abends zust\u00e4ndig. In Toulouse habe ich ein Praktikum in einer Kindertagesst\u00e4tte absolviert. Dieses war in vielerlei Hinsicht aufschlussreich. Ich hatte die M\u00f6glichkeit Einblicke in ein franz\u00f6sisches Arbeitsumfeld zu erhalten und den Alltag zu erleben. Auch wenn ich nach diesem Praktikum ausschlie\u00dfen konnte, diesen Beruf ergreifen zu wollen, habe ich die Organisation franz\u00f6sischer Kindertagesst\u00e4tten und die Verantwortung und Belastungen dieses Berufs kennengelernt. Dieser Perspektivwechsel noch w\u00e4hrend der Schulausbildung ist nicht selbstverst\u00e4ndlich und eine besondere St\u00e4rke des Programms. Auch in Toulouse haben wir in der zweiten Woche des Austausches die Sehensw\u00fcrdigkeiten der Stadt besichtigt und verschiedene Orte besucht, wie beispielsweise den Airbus-Standort in Colomiers.<\/p>\n<h2><em><span style=\"font-size: 16px;\">Abiturpr\u00fcfungen<\/span><\/em><\/h2>\n<p>\u00dcber den Verlauf der Oberstufe belegte ich als Leistungskurse die F\u00e4cher Franz\u00f6sisch, Mathematik und Physik. Dank der besonderen Situation des AbiBac hatte ich die M\u00f6glichkeit in der Abiturpr\u00fcfung einen regul\u00e4ren Leistungskurs herunterzustufen und daf\u00fcr Histoire oder G\u00e9ographie zu einem Leistungskurs hochzustufen. Ich habe mich entschieden Physik durch Histoire zu ersetzen, sodass ich meine schriftlichen Abiturpr\u00fcfungen in Franz\u00f6sisch, Mathematik und Histoire schrieb und daraufhin Physik als m\u00fcndliches Abiturfach w\u00e4hlte, welches auf Grundkursniveau gepr\u00fcft wurde. So konnte ich \u00fcber zwei Jahre Physik auf Leistungskursniveau belegen und war in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr die m\u00fcndliche Pr\u00fcfung vorbereitet. Dies ist ein nicht zu vernachl\u00e4ssigender Vorteil des AbiBac!<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann ich sowohl den bilingualen Zug als auch das AbiBac jedem empfehlen, der sich gerne mit der franz\u00f6sischen Sprache besch\u00e4ftigt und \u00fcber gesellschaftspolitische Themen in einem europ\u00e4ischen Kontext lernen will. Zum Einen vermittelt dieses besondere Format des Lernens eine au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Betreuung und Vermittlung von Lehrstoff und zum Anderen erm\u00f6glicht dieses Programm Perspektivwechsel, die es sonst in der Schule in dieser Form nicht gibt. Das bedeutet auch, dass man mit Engagement und Motivation herangehen sollte, um das Beste aus diesem Programm mitzunehmen. Ich kann f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sagen, dass ich meine F\u00e4cher jederzeit wieder w\u00e4hlen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Bei Nachfragen stehe ich gerne zur Verf\u00fcgung! (E-Mail-Adresse \u00fcber marina.cherfouf@schulebza.de)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Martin H., Abschluss 2012<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>AbiBac &#8211; Freundschaft mit gewissen Vorz\u00fcgen<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freundschaft? Was das hei\u00dft, ist klar: deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft, Freundschaft innerhalb der AbiBac-Klasse, Austauschfreunde &#8211; das kann man alles in verschiedenen, (schulischen) Kontexten erleben. Aber was sind die gewissen Vorz\u00fcge? Die Lehrer haben viel davon erz\u00e4hlt: Horizonterweiterung, problemloses Auslandsstudium, Zusatzqualifikation f\u00fcr Bewerbungsverfahren &#8211; doch wie sieht das konkret aus? Vor allem, wenn man kein direktes Auslandsstudium anstrebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Name ist Martin H\u00f6hl, ich bin 21 und studiere im dritten Semester Katholische Theo\u00adlogie an der LMU und Philosophie an der Hochschule f\u00fcr Philosophie (SJ) in M\u00fcnchen. Vor ca.\u00a0 1 1\/2 Jahren habe ich in Bad Bergzabern das AbiBac abgelegt. Nun k\u00f6nnte man meinen, dass man zum Studieren in Deutschland, vor allem in Bayern, doch nichts mit Franz\u00f6sisch anfangen kann und schon gar kein AbiBac braucht. Weit gefehlt! Konkret erinnere ich mich an ein Seminar zu Freuds Psychoanalyse, bei dem der leitende Professor sehr dankbar war, dass einer in der Runde einen sehr gewinnbringenden, franz\u00f6sischen Text bearbeiten konnte. Dieser Fall ist nat\u00fcrlich sehr kontingent, doch das Muster gilt auch allgemeiner:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um hier eine Wohnung zahlen und studentisch leben zu k\u00f6nnen, braucht man entweder reiche Eltern, einen guten Job oder ein Stipendium. Wenn dabei ersteres nicht der Fall ist und wegen eines Doppelstudiums keine Zeit zum Arbeiten bleibt, kommt nur die dritte Option in Frage. Im Zuge des Aufnahmeverfahrens ins Cusanuswerk und die Studienstiftung des deutschen Volkes war die Tatsache, dass ich das AbiBac abgelegt habe, ein seltenes Herausstellungsmerkmal gegen\u00fcber meinen Mit\u00adbewerbern, welches daf\u00fcr gesorgt hat, dass ich in beide F\u00f6rderwerke aufgenommen wurde; die Aufnahmegespr\u00e4che entwickelten sich meist von einem interessierten &#8222;Sie haben in Ihren Unterlagen erw\u00e4hnt [&#8230;AbiBac&#8230;], was ist das eigentlich?&#8220; zu einem wohlwollenden &#8222;so eine Chance bekommen nicht viele, seien Sie froh!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir selbst hat in der Schule oft der Weitblick gefehlt, zu erkennen, wie besonders es wirklich ist, eine solche Chance bei einem wirklich minimalen Aufwand zu bekommen. Au\u00dferdem wird ein Auslands\u00adsemester heute praktisch von jedem erwartet; jeder kann Englisch, jeder hat sp\u00e4ter Probleme bei der Jobsuche &#8211; wer nicht &#8222;jeder&#8220; sein will, macht AbiBac und wird mit offenen Armen als &#8222;einer&#8220; mit gewissen Vorz\u00fcgen empfangen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Katharina S., Abschluss 2012 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile ist es schon fast 2 Jahre her, dass ich mein Abitur und damit auch das franz\u00f6sische Bac abgeschlossen habe. Franz\u00f6sisch hat mir immer Spa\u00df gemacht, ich hatte es in der Orientierungsstufe als erste Fremdsprache, dann in der Mittelstufe den bilingualen Unterricht, also zus\u00e4tzlich <em>G\u00e9o<\/em> und <em>Histoire<\/em> und habe es dann in der Oberstufe mit dem Abibac weiter gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hatten pro Woche 2 Stunden <em>G\u00e9ographie<\/em> und eine Stunde <em>Histoire<\/em> (oder umgekehrt). Diese 3 Stunden Franz\u00f6sisch mehr in der Woche, zus\u00e4tzlich zum LK Unterricht, waren sehr hilfreich. Die gr\u00f6\u00dfere Anzahl der Franz\u00f6sischstunden verhalf mir zu einem erweiterten Wortschatz und ich war mehr \u201ein der Sprache drin\u201c ,das Reden und Schreiben fiel mir somit viel leichter. Der <em>G\u00e9o<\/em> und <em>Histoire<\/em> Unterricht unterscheidet sich insofern von dem \u201enormalen\u201c Geschichts- oder Erdkunde Grundkurs, dass der Fokus eher auf Frankreich liegt. In <em>Histoire<\/em> beachteten wir besonders die deutsch-franz\u00f6sische Beziehung in der Geschichte und auch in <em>G\u00e9o<\/em> nahm der Vergleich der beiden L\u00e4nder einen \u00fcbergeordneten Platz ein. Damit erh\u00e4lt man einen umfassenderen Blick auf das, was man <em>Civilisation<\/em> nennt, also auf das Land Frankreich, seine Literatur und Kultur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweiw\u00f6chige Austausch mit den Sch\u00fclern des Lyc\u00e9e Victor Hugo in Toulouse und das Praktikum dort waren eine tolle Erfahrung und der Kontakt zu den Franzosen hat mich in der franz\u00f6sischen Sprache weitergebracht und wie ich finde auch meine kulturellen Kompetenzen verbessert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">R\u00fcckwirkend muss ich sagen, dass mir das AbiBac wirklich viel geholfen hat. Ich studiere zurzeit Medien- und Kommunikationswissenschaft im Hauptfach und Franz\u00f6sisch im Nebenfach an der Universit\u00e4t in Mannheim. Zu Beginn meines Studiums musste ich einen Orientierungstest machen, der zeigen sollte wie gut ich in Franz\u00f6sisch bin, der dank des AbiBacs kein Problem war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich belege in Franz\u00f6sisch pro Semester immer sprachpraktische Kurse, da gibt es <em>Compr\u00e9hension<\/em> und <em>Expression <\/em>und ein Literaturseminar, welches auf Deutsch ist und franz\u00f6sische Literatur behandelt (Zu Beginn des 2. Semesters musste ich zwischen Literatur- und Sprachwissenschaft w\u00e4hlen). F\u00fcr beide Arten von Kursen hat mir der Unterricht im AbiBac sehr weitergeholfen, da der Aspekt der <em>Civilisation<\/em> dort immer eine gro\u00dfe Rolle spielt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thomas G., Abschluss 2010<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grunds\u00e4tzlich gilt ja vielleicht die Auffassung das Bac w\u00e4re ganz nett als Beilage zu Bewerbungszeugnissen. Das ist nicht falsch, gerade im Bewerbungsgespr\u00e4ch ist es immer mal wieder ein netter Punkt, an dem man sich mit dem Interviewer aufh\u00e4ngen kann, und einen kleinen pers\u00f6nlichen Exkurs \u00fcber die Heimat, N\u00e4he zu Frankreich und die zus\u00e4tzlich erbrachten Leistungen machen kann. Bewerbungsgespr\u00e4ch bezieht sich hier auch nicht auf die Jobsuche nach dem Studium, sondern beginnt viel fr\u00fcher: Bachelorarbeit, Bewerbung f\u00fcr den Master an einer anderen Universit\u00e4t,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bewerbung f\u00fcr Stipendien\/F\u00f6rderwerke, Mentoringprogramme w\u00e4hrend des Studiums, Auslandssemester, Sonderprogramme wie MUN (Model United Nations) oder F\u00f6rderprogramme von Parteien und Unternehmen, die Liste ist lang. Ich bin noch nicht mit dem Studium fertig und meine<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bewerbungsgespr\u00e4che sind mittlerweile im zweistelligen Bereich, oft war das Bac ein Thema. Andere sagen, das Bac brauche man, wenn man sich an einer franz\u00f6sischen Uni bewerben m\u00f6chte. Ich wollte nie an einer franz\u00f6sischen Uni studieren, habe meinen Bachelor in Deutschland begonnen, und wollte jetzt auch nicht unbedingt ein komplettes Studium im Ausland absolvieren. Dann kam das erste Auslandssemester, und damit auch das Fernweh. Auf einmal sahen die Dinge anders aus, und ich wollte zum Master die Uni wechseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mal einen Blick in die weltweiten Unirankings geworfen, findet sich Lausanne (franz\u00f6sischsprachige Schweiz) in meinem Studienbereich (Maschinenbau) weltweit unter den Top 10, das Bewerbungsverfahren ist entsprechend streng. Verlockend sind die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedrigen Semestergeb\u00fchren (~500\u20ac), alle anderen Unis aus der Liga kosten pro Semester das Zehn- bis Zwanzigfache. Lange Rede kurzer Sinn, meine Noten h\u00e4tten nicht unbedingt ausgereicht, andere Bewerber mit besserem Schnitt wurden abgelehnt. Obwohl ich keine offizielle Best\u00e4tigung daf\u00fcr habe, nehme ich an das AbiBac war meine Eintrittskarte. Da die H\u00e4lfte der angebotenen Kurse nur auf Franz\u00f6sisch angeboten wird, ist das Beherrschen der Fremdsprache absolute Voraussetzung. Auch wenn ich nach dem Bac vielleicht nicht unbedingt bilingual war, so haben mir die Franz\u00f6sischkenntnisse enorm geholfen. Nach einem halben Jahr hier in der Schweiz habe ich dann bereits m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen auf Franz\u00f6sisch absolviert, kann mich problemlos unterhalten und habe daf\u00fcr keinen weiteren Sprachkurs ben\u00f6tigt. Und das habe ich ausschlie\u00dflich dem AbiBac und den damit verbundenen Histoire und G\u00e9o Kursen zu verdanken. Und nebenbei war es auch ganz angenehm, bei einem Beh\u00f6rdengang hier den Beamten am Schalter eine freundliche Geste entgegenzubringen, ihn in seiner Landessprache anzusprechen. Das kann manch einen Dienstweg enorm verk\u00fcrzen. Es hat mir unter anderem auch bei der Wohnungssuche geholfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzum, das im AbiBac gelernte Franz\u00f6sisch bereitet einen wirklich in einem guten Ma\u00df auf ein Studium\/Praktikum\/Auslandssemester in einer frankophonen Region vor, und hilft in vielerlei Hinsicht. Dar\u00fcber hinaus gibt es viele positive Nebeneffekte, und ich muss sagen, dass der in das<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">AbiBac investierte Mehraufwand (der kleiner ist, als oft behauptet) hat sich f\u00fcr mich bereits vielfach ausgezahlt. Von daher empfehle ich wirklich, dieses tolle Angebot zu nutzen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kathrin W., Abschluss 2004<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe das Abi-Bac 2004 gemacht. F\u00fcr mich war es sinnvoll und hat mir weitergeholfen, denn ich wollte gerne \u201eetwas mit Sprachen\u201c studieren, allerdings kein Lehramt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einiger Suche kam ich auf den Studiengang \u201eDiplom-Romanistik mit wirtschaftswissenschaftlicher Qualifikation\u201c (heute: Bachelor\/Master Kultur und Wirtschaft), der in Mannheim angeboten wurde. Der Studiengang ist eine Kombination aus Fremdsprachen (Sprachpraxis in zwei romanischen Sprachen, Sprach- und Literaturwissenschaft) und Betriebswirtschaftslehre. Da der Studiengang zulassungsbeschr\u00e4nkt war und neben den Noten bei der Bewerbung auch nach \u201eBesonderheiten\u201c gefragt wurde, die man zu Fremdsprachen vorzuweisen hat, denke ich, dass das Abi-Bac bei der Bewerbung sicher ein Pluspunkt war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe im Studium Franz\u00f6sisch und Spanisch gew\u00e4hlt und habe immer wieder festgestellt, dass ich durch den intensiven Franz\u00f6sisch-Unterricht aus der Schule schon einige Vorteile hatte, da ich einiges schon aus der Schule kannte. In meinem Studiengang war ein Auslands-Semester vorgesehen, das ich in Lyon verbracht habe. Dieses halbe Jahr war ein Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann. Man lernt die Kultur des Landes besser kennen und das Sprechen geht danach sehr viel fl\u00fcssiger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bereich BWL habe ich Marketing als Vertiefung gew\u00e4hlt, da mir die Kombination Marketing und Sprachen sinnvoll vorkam. Man hat es als Geisteswissenschaftler leider nicht unbedingt leicht nach dem Studium eine Stelle zu finden, die Kombination von Sprachen mit BWL war daher sehr sinnvoll. Ich hatte das Gl\u00fcck direkt im Anschluss an mein Studium eine Stelle zu finden. Der Bereich Marketing ist ziemlich \u00fcberlaufen, aber irgendwann habe ich in der Job-Suchmaschine nur \u201eFranz\u00f6sisch\u201c eingegeben und habe so ein paar interessante Stellenangebote gefunden. In den Stelleanzeigen stand meist, dass Englisch f\u00fcr die Stelle verlangt wird, alle weiteren Fremdsprachen Pluspunkte sind. F\u00fcr meine Stelle wurde jemand mit Sprachkenntnissen in Franz\u00f6sisch und Spanisch und au\u00dferdem BWL-Kenntnissen gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich arbeite bei einem amerikanischen Unternehmen im Bereich Marketing, vor allem in den Bereichen Messe-Organisation, E-Mail-Marketing und Website. Unsere Website ist in 11 Sprachen \u00fcbersetzt und ich betreue die europ\u00e4ischen Seiten (Deutsch, Franz\u00f6sisch, Spanisch und europ\u00e4isches Englisch). Meine Fremdsprachen brauche ich in allen Bereichen t\u00e4glich, f\u00fcr \u00dcbersetzungen und Kommunikation mit Kollegen, Agenturen,\u2026 M\u00f6chte man in einem internationalen Unternehmen arbeiten ist Englisch keine besondere Leistung, sondern wird vorausgesetzt. Zus\u00e4tzliche Fremdsprachenkenntnisse sind meiner Meinung nach immer ein Pluspunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe das Gl\u00fcck, ein paarmal im Jahr reisen zu d\u00fcrfen (zu unserem Hauptsitz in den USA, zu Messen und Fortbildungen in Europa). Wegen meiner Franz\u00f6sisch-Kenntnisse werde ich jedes Jahr f\u00fcr eine Messe in Paris eingesetzt. Gerade Franz\u00f6sisch ist eine Fremdsprache, die \u2013 zumindest in meinem Unternehmen \u2013 immer wieder gesucht wird. Da wir auf dem franz\u00f6sischen Markt sehr aktiv sind und es f\u00fcr franz\u00f6sische Kunden sehr wichtig ist, dass man ihre Sprache spricht, wird gerade Franz\u00f6sisch stark gesucht, in unserer Sparte vor allem Ingenieure mit guten Fremdsprachen- Kenntnissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir haben meine Fremdsprachen-Kenntnisse also sehr geholfen und ich kann jedem, der etwas mit Sprachen machen m\u00f6chte, nur empfehlen \u201eexotischere\u201c Sprachen als Englisch zu w\u00e4hlen, da Englisch wie gesagt nichts Besonderes ist, alle anderen Fremdsprachen aber Pluspunkte sind. Au\u00dferdem ist eine Kombination mit einem technischen Studiengang oder BWL sinnvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jan I., Abschluss 2019 Als ich nach der f\u00fcnften Klasse von meiner franz\u00f6sischen Schule an das Alfred-Grosser Schulzentrum wechselte, war es f\u00fcr mich klar, dass ich den bilingualen Zweig und sp\u00e4ter auch das AbiBac in Angriff nehmen w\u00fcrde. In meiner Mittel und Oberstufenzeit hatte sich das gleich als angenehm gezeigt, ganz einfach zum einen weil&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/erfahrungsberichte-abibac-ausfuehrlich\/\" class=\"\"><span>Weiterlesen<\/span><i>&#43;<\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-6896","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6896"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6896\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6926,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6896\/revisions\/6926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schulebza.de\/gymnasium\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}